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Anstrengende erste Wochen als Ausbilder

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  • Ausbilder75
    antwortet
    Hallo AusbilderXY,

    was Du da erlebt hast, klingt heftig.

    Bei mir war es zum Glück ein angenehmerer Einstieg. War damals auch neu im Betrieb, gerade mal 27 Jahre alt und mein erster Azubi war 23, also nicht viel jünger als ich. Zum Glück waren meine beiden ersten Azubis sehr engagiert, klug und menschlich top. Bin bis heute stolz auf die beiden, die immer noch bei uns im Unternehmen arbeiten und ihren Weg gefunden haben.

    Leider blieb es nicht so positiv und ich habe auch echte Krisen mit verschiedenen Auszubildenden erlebt, gerade in den letzten Jahren. Ich will damit sagen, das bleibt nicht aus. Nur dass Du jetzt gleich so einen schwierigen Einstieg hast, ist natürlich blöd. Kann Dir nicht viel raten, außer zu versuchen ruhig zu bleiben. Und Strenge finde ich auch gut, ein verhätscheln der Azubis bringt niemandem etwas. Wobei ich ehrlich sagen muss, dass die Anspruchshaltung der Azubis über die Jahre enorm gestiegen ist und ich mich damit auch schwer abfinden kann. So wie du schreibst, stehen die Produktionsleiter ja hinter dir, binde die ruhig immer ein bei Problemen. Also sei transparent. Lieber einmal mehr kommunizieren, auch mit den Azubis, als zu wenig. Wenn die Probleme anhalten, können auch schriftliche Absprachen getroffen werden.

    Ich hoffe, du hast zumindest deine Probezeit schon rum. Das kann ja nochmal zusätzlich unter Druck setzen.

    Viel Erfolg und berichte mal, wie es weitergeht.
    Ausbilder75

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  • AusbilderXY
    hat ein Thema erstellt Anstrengende erste Wochen als Ausbilder

    Anstrengende erste Wochen als Ausbilder

    Guten Tag,

    ich erzähle mal kurz meine Geschichte. Ich habe, nach meiner Ausbildung als Feinwerkmechaniker, noch zwei Jahre im Maschinenbau/Fertigung gearbeitet. Danach arbeitete ich 7 Jahre als CNC-Fräser/Programmierer. Nach diesen 7 Jahren fing ich mit dem Feinwerkmechanikermeister an und sogar noch bevor der fachtheoretische Teil anfing, also nur der kaufmännische/pädagogische Teil absolviert war, wurde ich in einer anderen Firma als Ausbildungsleiter für Industriemechaniker eingestellt. Allen, also der Geschäftsleitung und mir, war klar das ich mich zuerst einleben und einarbeiten muss. Aber 2 von den 5 Schülern ging das nicht schnell genug und aufgrund meiner fehlenden Kenntnisse, die ich mir ja gerade aneignete, und auch wegen anderen Kleinigkeiten, gingen diese sogar nach 2 Wochen (!) zum Betriebsrat und haben sich über mich beschwert. Das hatte eine Betriebsratssitzung zufolge, in der 2 Produktionsleiter, 5 Lehrlinge und 3 Betriebsräte anwesend waren. Ich hatte Beweise dabei, also Tätigkeitsberichte, unterwiesene und gefertigte Teile (Übungsteile,Drehteile mit Passungen usw.), mit denen ich zur Schau stellte, dass alles was bisher geplant und durchgeführt war auch erfolgreich gewesen ist. Bei den Beschwerden der zwei Schüler mussten MIR der Betriebsrat und die Produktionsleiter zum größten Teil Recht geben. Auch wurde vom Betriebsrat gesagt, das man wegen solchen Lappalien nicht den BR aufsuchen soll, und dass sie mir auch eine Chance geben müssten. Also der Schuss ging im großen und ganzen nach hinten los. Trotzdem war das ganze nicht angenehm. Die Produktionsleiter und ich denken, dass der vorherige Ausbilder viel zu locker war, vorallem die Mädchen die sich beschwerten total verhätschelt hat.

    Meine Frage ist aber: hattet ihr auch so eine stressige Anfangsphase ? Könnt ihr mir Tipps für die erste Zeit geben ?

    Vielen Dank.
    Zuletzt geändert von AusbilderXY; 26.07.2017, 16:03.
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