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Azubi oft krank und sehr unehrlich

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    Azubi oft krank und sehr unehrlich

    Hallo und im Vorfeld Entschuldigung für den langen Text!
    Wir sind ein kleiner Handwerklicher Betrieb (Bäckerei) , wir sind insgesamt 8 Angestellte.
    Wir haben letztes Jahr eine 27 jährlich Dame als Auszubildende zur Fachverkäuferin eingestellt.
    Sie hat im Vorstellungsgespräch und auch beim Probearbeiten ein tollen Eindruck hinterlassen.
    Schon im Vorstellungsgespräch erklärten wir ihr , dass sich die Berufsschule 40 km von ihrem Wohnort entfernt befindet, legten ihr aber auch gleich einen Plan mit direkter Verbindung vor da sie keinen Führerschein besitzt.
    Es lief anfangs wirklich toll , ja fast schon zu toll!
    Dienstag und alle zwei Wochen Mittwochs ist Berufsschule.
    Montags haben wir Ruhetag.

    Die Probleme begannen nach dem Ende der Probezeit von drei Monaten.

    Es kamen Dienstags so gegen neun-elf Uhr WhatsApp Nachrichten mit immer hanebüchenen Angaben warum an dem Tag die Berufsschule nicht besucht werden könnte.

    Zahnops,Durchfall, Stress mit dem Freund, Lebensmittelvergiftungen,Vaginaler Ausschlag,Periode zu heftig, Blut im Stuhl usw.,usw
    Immer mit dem Zusatz, dass ein Arzt aufgesucht werden würde. .

    Dann wurde versichert das auf jeden Fall die Arbeit nicht betroffen wäre, sie würde zu den Arbeitszeiten wieder anwesend sein und der Plan müsste nicht geändert werden.

    Meistens ging das so aus das 10 Minuten vor oder nach dem eigentlichen Arbeitsbeginn wiederum via WhatsApp darüber informiert wurde, dass die Auszubildende krank sei.
    Diese Nachrichten wurden an verschiedene Mitarbeiter gesendet, nicht an die Ausbilder.

    Dann trudelte im laufe der Woche irgendwann die Krankmeldung ein.
    Meistens wurde sie in den Briefkasten geworfen mit einem Vermerk auf dem Umschlag eingeworfen am ... (Datum&Uhrzeit) Wir können vom Schaufenster unseres Ladens auf den Briefkasten sehen und zu den Uhrzeiten die dort vermerkt waren wurde nie etwas eingeworfen.

    Da wir im Verkaufsteam sechs Mitarbeiter haben wovon zwei Aushilfen sind machte sich durch das ständige zu späte Bescheid geben und die damit Verbundene Umstrukturierung des Planes schnell Unmut breit.
    Desweiteren fiel die Auszubildende immer häufiger dadurch auf , dass sie des öfteren beim lügen erwischt wurde.
    Dabei ging es selbst um banale Dinge.
    Sie lieh sich auch öfter Geld bei Kolleginnen und gab dies nicht zurück.
    Sie versuchte Vorschüsse zu bekommen und begründete das damit das sie Ihre Narkose bezahlen müsse, was sich nach Rücksprache mit der Krankenkasse als Lüge heraus stellte.

    Im Januar schalteten wir dann den Ausbildungsberater der Handwerkskammer ein.
    Da die Dame aufgrund eines blauen Fleckes drei Wochen krank machte und immer wieder das gleiche Prozedere durchzog "Ich bin ab nächster Woche wieder gesund und munter" und dann erst am eigentlichen Tag der Arbeit sich erst krank meldete.

    Dieses Treffen ernüchterte Uns.
    Wir waren vorbereitet und hatten die Krankzeiten und die Fehltage in der Berufsschule genau festgehalten und kamen allein im ersten Halbjahr auf 16 Fehltage in der Bs und insgesamt acht Wochen Krankheit.
    Rechnet man nun noch zwei Wochen Urlaub ab sind wir da bei mehr als die Hälfte dessen wie lange sie überhaupt im Betrieb war.
    Nun der Berater meinte da die Auszubildende über 18 ist darf sie sich selbst die Entschuldigungen für die Berufsschule schreiben und es gäb eben Menschen die dazu neigen würden häufiger krank zu sein.

    Aber im Zuge des Gesprächs vereinbarten eir das im Falle einer Krankheit nicht mehr via WhatsApp verkehrt werde , sondern direkt der Ausbilder zu informieren ist und das Krankmeldungen ab dem ersten Tag vorgelegt werden müssen.

    So weit zur Theorie!
    In der Praxis war es so, dass sich nicht daran gehalten wurde.

    Nun habe ich am 02.05. (8,45 Uhr) wieder über WhatsApp eine Nachricht erhalten, dass
    sie sich krank melden müsste sie habe auf dem Bahnhof der Stadt wo ihre Berufsschule ist, Durchfall bekommen und sei gerade in einem Taxi nach Hause.
    Sie habe um 12.Uhr ein Termin beim Arzt.
    Um 12,45 wurde ich wieder per Nachricht darüber informiert das sie Dienstag und Mittwoch krank sei.Sie habe am Montag Besuch von Verwandten gehabt und die hätten Sahnetorte mitgebracht diese müsse verdorben gewesen sein.

    Nun mir wurde keine Krankmeldung abgegeben.
    Am Donnerstag bekam ich wieder eine Nachricht sie habe noch ein Kontroll Besuch beim Arzt,sei aber wieder gesund und käme am Freitag wieder arbeiten.

    Ich schrieb ihr eine erste Abmahnung wegen der Nichtabgabe der Krankmeldung.
    Mittlerweile hat sich die Berufsschule gemeldet um mir mitzuteilen, dass bisher 22 Berufsschultage fehlen würden (Wovon nur 9 entschuldigt sind)

    Freitag morgen 6 Minuten vor Dienstantritt bekam ich ein Bild zugesandt (natürlich auch wieder per Nachricht) von einer Krankmeldung.
    Auf der konnte man klar erkennen das erst am 04.05 ein Arzt aufgesucht wurde und das die Auszubildende bis einschließlich Samstag krank sei.
    Die Au würde mir noch an dem morgen vorgelegt werden.
    Sie muss also auf jeden Fall gelogen, was ihre Krankschreibung von Dienstag bis Mittwoch betrifft

    Jedoch habe ich bis Sonntag Abend nichts erhalten.
    Woraufhin ich eine zweite Abmahnung wegen Nichtabgabe der Krankmeldung am ersten Tag.

    Nun ist es so das eine ehemalige Mitarbeiterin von uns mit ihr sehr gut Befreundet ist.
    Diese kam und sendete mir Sprachnachrichten von unserem Azubi.
    In denen behauptet sie gegenüber Ihrer Freundin, wir würden sie zwingen krank zu arbeiten und das trotz Durchfall und wir wollten das Sie trotz gültiger Au arbeite.
    Sie gibt in diesen Sprachnachrichten an , dass sie auch Montag den 08.05 wieder zun Arzt gehen würde.
    Natürlich alles gelogen.

    Ich bin ganz ehrlich das Vertrauen in sie ist nicht mehr da.
    Wir haben die Lust auf Ausbildung verloren.
    Wir hatten Azubis dabei die Ausbildungsoskars gewonnen haben, die Kammersieger wurden die immer beste Noten hatten und nun soetwas.

    Wir sind ein Familienbetrieb und behandeln unsere Mitarbeiter eher freundschaftlich.
    Die können bei uns essen und trinken was sie möchten ohne das sie bezahlen müssten.

    Was kann ich mit der Frau noch anfangen?

    Nun werden ihr heute die beiden Abmahnungen zugestellt.

    Hat jemand Tipps wie ich mich weiterhin verhalten soll?

    Vertrauen genießt sie keines mehr.

    Wie soll das weiter gehen?
    Ich bin wirklich Ratlos!


    Mit freundlichen grüßen Moni

    #2
    Hallo Moni,

    mir stellen sich spontan zwei Fragen: Warum ist die Dame eigentlich schon 27, was hat sie denn vorher gemacht? Und will sie eigentlich arbeiten, oder ersehnt sie regelrecht die Kündigung herbei? So einen Eindruck bekommt man fast.

    Die Abmahnungen sind zunächst erst einmal absolut richtig. Ob ihr ihr noch eine Chance geben wollt, liegt bei euch. Dann müsste eine große Aussprache stattfinden, wo auch ihre Probleme - mit was auch immer - mal auf den Tisch kommen, denn normal ist so ein Verhalten ja nicht. Zudem würde ich die getroffenen Vereinbarungen (wie wird sich korrekt krank gemeldet, kein Schwänzen der Berufsschule etc.) schriftlich festhalten und von ihr unterschreiben lassen. Da sie schon 27 ist, ist das alles natürlich nicht so einfach. Eigentlich geht man ja davon aus, dass in diesem Alter die wichtigsten Fähigkeiten in Benehmen und Umgang mit Kollegen etc. vorhanden sind. Vielleicht hat sie ja auch positive Eigenschaften, die ihr ihr zur Motivation noch mal in Erinnerung rufen könnt. Zumindest am Anfang wart ihr ja begeistert von ihr..

    Eure Enttäuschung kann ich gut verstehen, zumal ihr offensichtlich sehr engagiert und bemüht seid. Das Verhalten des Ausbildungsberaters finde ich auch nicht so toll, ein wenig engagierter hätte er schon sein dürfen. Manchmal hilft es ja, wenn jemand von außen deutliche Worte findet. Das ist aber offensichtlich nicht passiert. Vielleicht kann die Betriebschefin oder der Chef mal mit ihr reden - falls noch nicht passier?

    Viele Grüße!
    Holzwurm

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      #3
      Hallo Holzwurm,
      vielen Dank für die schnelle Antwort.
      Ja die Dame hat bisher noch keine Lehre (fertig) gemacht und mir wird so langsam klar warum.

      Sie wurde von einer Bekannten darauf aufmerksam gemacht, dass wir eine Auszubildende suchen würden.

      Es wahr ehrlich gesagt meine "Schuld" sie zu nehmen, mein Mann (und Besitzer des Betriebes) meinte gleich wer in dem alter noch keine Ausbildung hat , mit dem stimmt etwas nicht.

      Ich persönlich bin immer ein Freund davon jeden erst nach der eigenen Begutachtung zu Bewerten.

      Das hab ich nun davon!

      Wir hatten ihr schon einmal gesagt , dass wir auch gerne bereit sein ihr einen Auflösungsvertrag anzubieten.
      Ich meine wenn man merkt es liegt einem nicht, dann ist das halt so.
      Jedoch will sie das nicht , laut ihrer Aussage hat sie Rechte und wäre unküntbar.

      Ich habe manchmal das Gefühl die nimmt Drogen.
      Sie ist an machen Tagen wie aufgedreht, super freundlich zu den Kunden und Mitarbeitern und an anderen Tagen könnte man meinen es wäre jemand gestorben, es wird gezickt,gemotzt und die Kundschaft schnippisch behandelt.

      Tja es macht einem wirklich schlaflose Nächte.

      Liebe Grüße Moni

      Kommentar


        #4
        Hallo Moni,

        ich hatte auch spontan gedacht, dass irgendetwas nicht stimmt, wenn mit 27 noch eine Lehre begonnen werden muss. Wobei das ja nichts schlimmes sein muss, manchmal sind solche Azubis super, weil sie endlich was aus ihrem Leben machen wollen und sehr motiviert sind. Das ist aber wohl bei der Dame nicht der Fall. Vielleicht kann dein Mann helfen, knallharte Ansagen und Regeln durchzuziehen. Und wie gesagt, das mit dem Abmahnen ist in diesem Fall total wichtig. Manche wachen dann ja auf.

        Das mit den Drogen kann schon sein, es kann aber auch ein psychisches Problem oder eine psychische Erkrankung dahinter stecken. Allerdings ist das alles nicht dein Problem, du musst schauen, dass euer Betrieb gut läuft und wenn es mit der Dame nicht klappt, die Konsequenzen ziehen - ich weiß, das ist einfacher gesagt, als getan.

        Kann man denn gar nicht mehr mit ihr reden?

        Viele Grüße!
        Holzwurm

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          #5
          Hallo Moni,

          zunächst würde ich Ihr nicht nur "sagen" sondern auch sehr deutlich vermitteln ggf. schriftlich festhalten, dass Krankmeldungen per WhatsApp nicht gültig sind.
          Ich würde in diesem Fall die Numnmer schlicht blockieren.

          "Sie versuchte Vorschüsse zu bekommen und begründete das damit das sie Ihre Narkose bezahlen müsse, was sich nach Rücksprache mit der Krankenkasse als Lüge heraus stellte".
          Das ist verboten.

          Ich vermute, dass Sie das mit der BS auch stark belastet (Physisch wie psychisch).

          Gruß
          Michael

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            #6
            Hallo Moni,

            das hört sich nach einem wirklich schwierigen Fall an, bei dem er inzwischen an einem Punkt seid, an dem es ein letztes klärendes Gespräch geben muss, an dem sich beide Seiten darüber unterhalten, ob die Ausbildung weiterhin einen Sinn macht oder nicht.

            "Wir hatten ihr schon einmal gesagt , dass wir auch gerne bereit sein ihr einen Auflösungsvertrag anzubieten.
            Ich meine wenn man merkt es liegt einem nicht, dann ist das halt so.
            Jedoch will sie das nicht , laut ihrer Aussage hat sie Rechte und wäre unküntbar.
            "

            Das ist natürlich richtig, dass sie "Rechte" hat. Es gibt allerdings nicht nur Rechte für einen Auszubildenden, sondern eben auch Pflichten (genauso wie für den Ausbildenden auch). Und zu den Pflichten eines Auszubildenden gehört u.a. auch:
            "Krankheitsmeldung
            Ein Fernbleiben von der Ausbildung haben Auszubildende unverzüglich zu melden und bei Krankheit eine ärztliche Bescheinigung vorzulegen."

            Wenn das nicht erfolgt, dann ist das eine Pflichtverletzung, die nach mehrmaliger mündlicher Ermahnung auch eine (oder mehrere) Abmahnungen zu Folge haben können. Da ihr bereits zweimal abgemahnt habt, sollte spätestens nach der dritten Abmahnung auch die Kündigung kommen (sofern das in eurem Interesse ist).

            Würde mich freuen, weiterhin zu erfahren, wie sich die Geschichte fortsetzt bzw. wie sie ausgeht.

            Viele Grüße
            Simon
            Gründer der AEVO Akademie, Online AEVO Prüfungsvorbereitung ➽ Tipps & Tricks für angehende Ausbilder ➤ www.aevoakademie.de

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