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Probleme mit Berufsschülern/Azubis

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    Probleme mit Berufsschülern/Azubis

    Hallo Zusammen!

    Ich studiere (noch) Lehramt für berufliche Schulen und habe eine Frage an praxis-erfahrene Ausbilder(innen) und Berufsschullehrer(innen) im Umgang mit Azubis.

    Was kann man generell als Ausbilder(in) auf betrieblicher Seite unternehmen um Berufsschullehrer(innen) zu unterstützen, sollte ein Azubi als Berufsschüler in seinem Verhalten stark zu wünschen übrig lassen. Konkret denke ich dabei vor allem an Probleme wie Leistungsverweigerung und bewusste Unterrichtsstörung, unentschuldigte Abwesenheit bzw. dauernde Unpünktlichkeit, sowie schwerwiegendes Fehlverhalten gegenüber den Mitschülern und Lehrern.

    Es wäre sehr nett wenn Sie Ihre Erfahrungen mit mir teilen könnten, auch wenn ich hoffe Ihren Rat und Ihr Wissen nicht oft in Anspruch nehmen zu müssen, es beruhigt wenn man weis wie man vorgehen muss, wenn man irgendwann im Ernstfall mit rein schulischen Sanktionen nicht mehr weiterkommt. Im Studium ist der Umgang mit Disziplinproblemen bei uns leider kein Thema gewesen und wie mir meine (etwas fortgeschritteneren) Freunde berichten auch in ihrem Seminar im Referendariat nicht. Können Sie mir weiterhelfen???

    Viele Grüße
    Renate Bauer

    #2
    Hallo Frau Bauer,

    in jedem Fall möchte ich Ihnen empfehlen, den Ausbilder zu informieren. Neben den Möglichkeiten Ermahnung, Abmahnung... hat er u.U. einen besseren Zugang zu dem Azubi.
    Ihre offene Art den eigenen Stand zu beschreiben schätze ich sehr, möchte Ihnen allerdings raten dies nicht in der Berufsschule vor den Schülern zu kommunizieren, da es Ihre Position in den Augen der Azubis in aller Regel untergräbt.
    Nutzen Sie doch bitte dieses Forum auch weiterhin, einerseits können Sie sich hier über die Sichtweisen der Ausbilder in den Betrieben informieren, andererseits und da stehe ich wohl nicht allein, würde ich mich freuen auch Ihre Sichtweise, Erfahrungen und Probleme teilen zu können, schließlich lebt das duale System vom Miteinander und nicht Nebeneinander.

    mit freundlichem Gruß

    Thomas Thönniß
    Zuletzt geändert von thomas.thönniß; 24.04.2007, 09:50.
    www.tapt.de

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      #3
      Hallo Frau Bauer,
      ich schließe mich den Worten von Herrn Thönniß an, gut gelandet!
      Zur Thematik können Sie mal in meine private Website (www.adalbert-ruschel.de) hinein schauen. Dort finden Sie unter "Texte zum Herunterladen" etwas dazu, möglicherweise auch noch andere interessante Themen.
      Mit internetten Grüßen
      Ihr Adalbert Ruschel
      Adalbert Ruschel
      Professor i.R. Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg
      Autor und Ko-Autor von Büchern und Buchbeiträgen zur beruflichen Bildung

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        #4
        Sehr geehrte Frau Bauer,

        ich gebe meinen beiden "Vorschreibern" ebenfalls Recht.
        Ich selber hatte auch mit diesem Problem zu tun, der Berufsschullehrer informierte mich über das(Rüpelhafte)- Verhalten des Azubis, ich konnte in einem Gespräch klar machen das unser Unternehmen großen wert darauf legt wie sich unsere Azubis in der Öffentlichkeit bzw. auch in der Berufsschule verhalten und mit einer Ermahnung war da schon viel getan und das Verhalten wurde deutlich besser.
        Also ein miteinander sollte immer im Vordergrund stehen.

        Viele Grüße
        O.Köhler

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          #5
          Liebe Frau Bauer,

          nach meiner Erfahrung als Ausbilder und Stützlehrer in der Berufsausbildung von sog. Benachteiligten Jugendlichen verhalten sich schwierige Auszubildende zugleich immer auch im Betrieb auffällig, so dass der Kontakt Berufsschule / Betrieb für beide Seiten zuerst einmal eine wichtige Entlastung darstellen kann, da keiner das Problem des anderen lösen muß, aber trotzdem auch nicht alleine dasteht.

          Daraus ergibt sich die Möglichkeit gemeinsamer Handlungs- und Verhaltensstrategien, die den Jugendlichen auf vielfältige und abgestimmte Weise konfrontieren und fördern könnten. Die Bereitschaft, den Betrieb/die Berufsschule (den anderen) für unfähig zu erklären, ist immer schnell vorhanden.

          Der Ausbilder unterschreibt das Berichtsheft, warum sollte er nicht auch Anteil an den Klassen-, Projekt- und anderen Arbeiten der Berufsschule nehmen. Prima sind die Ausbildersprechtage der Berufsschulen oder z. B. die Besuche des Berufsschullehrers im Betrieb, bei Innungsversammlungen - vielleicht sind auch mal gemeinsame Aktionen möglich (Messebesuche etc.).

          Vermisst habe ich an dieser Stelle bisher immer die Beratungslehrer, manchmal auch die Sozialpädagogen. Ich empfehle viele weitere Beteiligte in einem möglichen Netzwerk um den Azubi herum: Ausbildungspaten, Altgesellen, Beratungsstellen, AbH (ausbildungsbegleitende Hilfen) - und wie wär's mit Eltern oder anderen Anverwandten?

          Soweit erstmal - ich wünsche Geduld, Durchhaltevermögen und Gelassenheit!

          Thomas Cyriacus
          sigpic Stützlehrer in der BaE kaufmännisch

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            #6
            Danke für Ihre Antworten!

            Sehr geehrte Forum-Teilnehmer,

            vielen herzlichen Dank für Ihre Rückmeldungen zu meiner Frage. Die Aussicht auf eine gute Zusammenarbeit mit betrieblichen Ausbildern in der beruflichen Praxis als Berufsschullehrer gibt schon mal Zuversicht. Ich werde Ihre Seite jedenfalls wärmstens weiterempfehlen.

            Mit freundlichen Grüßen
            Renate Bauer

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