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    rechte und linke Symbole

    Vor einiger Zeit fielen mir beim Besuch einer Ausbildungseinrichtung in einer Lerngruppe zwei Auszubildende auf. Der eine trug ein T-Shirt mit eindeutig rechter Symbolik, während der andere Sticker trug, die symbolisierten, dass Hakenkreuze in den Müll gehören. Ich habe sie darauf informell ohne Beisein Dritter angesprochen, was ihnen zunächst einerseits unangenehm war, andererseits hatte ich aber das Gefühl, dass sie damit ernst genommen werden wollten und sie fanden es durchaus gut, dass ich nicht drüberweggesschaut habe.
    Als ich später mit Kollegen drüber sprach, war ich überrascht, denn einige meinten, man müsse das einfach hinnehmen, Rechtsradikalismus sei in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Was also tun in solchen Fällen? Große Aussprache in der Gruppe, Verbot, kleine Internvention oder Augen zu? Gibt es da Erfahrungen?

    #2
    politische Symbole

    Hallo Herr Zinke,
    wohin sind wir gekommen, wenn Ausbilder, die schließlich nach BBiG auch für die charakterliche Förderung ihrer Auszubildenden verantwortlich sind, hier einfach darüber wegschauen. Wenn ich bedenke, wie rigoros die meisten Unternehmen in den siebziger Jahren mit jungen Leuten umgesprungen sind, die Mao-Stiker, Arafat-Tuch oder Che-Mützen trugen, kann ich mich nur wundern. Ist der Schneid verloren gegangen oder wird mit zweierlei Maß gemessen?
    Auf jeden Fall böte allein schon das BetrVerfG genügend Handhabe, solche demonstrative Akte im Unternehmen zu verbieten. Auch Schulen und schulähnliche Bildungsträger haben ausreichend Möglichkeiten, diesen plakativen Politparolen entgegen zu treten.
    Natürlich ist es richtig und notwendig mit den jungen Leuten darüber zu diskutieren, aber nicht erst, wenn das Kind im Brunnen liegt.

    Mit internetten Grüßen
    Ihr Adalbert Ruschel
    Adalbert Ruschel
    Professor i.R. Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg
    Autor und Ko-Autor von Büchern und Buchbeiträgen zur beruflichen Bildung

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      #3
      Schwieriges Thema

      Hallo,

      also einfach hinnehmen würde ich das auch nicht. Und ich sehe es auch in keinster Weise so, dass das in den Mittelpunkt der Gesellschaft gerückt ist. Ich kann nur hoffen, dass es auch nie so weit kommt. Bei meinen Azubis würde ich so etwas in keinster Weise hinnehmen, ich würde sogar soweit gehen, ihnen das im Büro zu verbieten. Was sie in ihrer Freizeit machen, was sie anhaben, wie sie sich verhalten und welche politische Grundeinstellung sie haben, ist mir völlig egal- aber im Büro nicht.

      Ich laufe auch nicht mit einem Wahlplakat oder meiner politischen Einstellung auf der Stirn durchs Büro. Zunächst würde ich auch versuchen, mit Ihnen darüber zu sprechen bzw. mal zu hinterfragen, mit welcher Begründung sie ihre Einstellung vertreten. Aber wenn hier keine Bereitschaft besteht, das zu unterlassen, dann bekommen sie eine Vorgabe. Da bin ich wirklich ganz hart.

      Das können Sie auch ohne weiteres begründen, denn in vielen Firmen ist eine Kleisungsordnung durchaus üblich. Ich halte davon zwar gar nichts und toleriere auch viel, da ich selbst auch nicht täglich superchic erscheine, aber politische Neigungen - wieso auch immer - das geht für mich überhaupt nicht. Genauso wenig wie ich möchte, dass mein Azubi mit irgendwelchen Popsängern auf dem Pulli erscheint.

      Bei uns springen auch tagtäglich Kunden rein und raus (Industriekunden, wir haben fast nur leitende Angestellte zu Besuch...) und da macht sich "Bill" von Tokio Hotel nicht wirklich gut ;-)) Ich habe das meinen Azubis aber auch immer erklärt und sie konnten es nachvollziehen, deswegen erscheinen sie jetzt "ganz normal", nicht superchic, aber auch nicht so, als würden sie joggen gehen- wir haben ohne strenge Vorgaben einen Kompromiss gefunden- ist sowieso immer besser als irgendwelche Extreme :-)

      Liebe Grüße, Patrizia

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