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Sozialkompetenz

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    Sozialkompetenz

    Das Thema wurde eingerichtet von:

    konrad.heil
    Dipl.-Handelslehrer
    Dipl.-Betriebswirt (FH)
    z.Z. Dozent an einer Einrichtung der beruflichen Rehabilitation,

    Informationen zum Thema
    Fachkompetenz ist längst nicht mehr allein entscheidend für die erfolgreiche Stellensuche.
    Sozialkompetenz ist gefragt. Dieses Thema soll den Erfahrungsaustausch bezüglich der Vermittlung von Sozialkompetenz ermöglichen.
    Zuletzt geändert von Administrator; 11.02.2019, 10:22.
    Seelsorger
    Dipl.-Handelslehrer
    Dipl.-Betriebswirt (FH)

    #2
    Sozialkompetenz

    Mit dieser Willkommens-Nachricht möchte ich alle Kolleginnen und Kollegen zum Meinungs- und Erfahrungsaustausch einladen, die sich mit dem Thema "Sozialkompetenz" befassen.

    Berufsausbildung muss m.E. nicht nur Fachkompetenz umfassen sondern auch ein Mindestmaß an Schlüsselqualifikationen insbesondere eben Sozialkompetenz sicherstellen.

    In meinem Arbeitsumfeld haben wir begonnen, gezieltes Kompetenztraining zu veranstalten um die Möglichkeiten für einen Berufseinstieg zu optimieren.

    Ich freue mich auf eine rege Beteiligung an diesem Forum.

    Seelsorger
    Dipl.-Handelslehrer
    Dipl.-Betriebswirt (FH)

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      #3
      RE: Sozialkompetenz

      Hallo Herr Heil,

      zunächst gebe ich Ihnen vollkommen recht, dass nicht erst heute, sondern eigentlich generell die Sozialkompetenz gefördert und gelebt werden sollte.
      Mich interessiert Ihr Vorhaben, in welcher Form Sie dieses bewußt fördern möchten.
      Als green-horn-Ausbilder (5/2004) sehe ich heute - speziell in unserem Betrieb - leider
      keine großen Möglichkeiten, da sich die Mitarbeiter (9) auf dieses Thema niemals einlassen werden.
      Sicher trägt die schlechte Konjunktur
      und traditionelles "das haben wir immer so gemacht..." nicht dazu bei, sozial aktiv zu auszubilden und lernen zu lassen.
      So interessant Ihr Thema ist, so frustierend
      sehe ich z. Zt. aber die Möglichkeiten...
      Freue mich auf Ihre Antwort!


      konrad.heil hat geschrieben:
      -------------------------------
      Mit dieser Willkommens-Nachricht möchte ich alle Kolleginnen und Kollegen zum Meinungs- und Erfahrungsaustausch einladen, die sich mit dem Thema "Sozialkompetenz" befassen.

      Berufsausbildung muss m.E. nicht nur Fachkompetenz umfassen sondern auch ein Mindestmaß an Schlüsselqualifikationen insbesondere eben Sozialkompetenz sicherstellen.

      In meinem Arbeitsumfeld haben wir begonnen, gezieltes Kompetenztraining zu veranstalten um die Möglichkeiten für einen Berufseinstieg zu optimieren.

      Ich freue mich auf eine rege Beteiligung an diesem Forum.

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        #4
        RE: Sozialkompetenz

        Hallo Herr Schmedding,
        es ist klar, dass sich Widerstände gegen ein Sozialkompetenztraining im Kollegium auftun können. Aber im Grunde ist jeder, der in der Ausbildung tätig ist, davon überzeugt, dass dafür zunehmend Bedarf besteht. Man muss allerdings eingestehen, dass diese "Materie" nicht jedermanns "Ding" ist, weil dafür einfach ein gewisser Sensus und ein inneres Engagement notwendig ist.

        Bei uns im Haus haben wir aus vier verschiedenen Konzepten das von Dr. Hinsch ausgewählt: "Gruppentraining sozialer Kompetenzen" (Beltz-Verlag); www.seminarkompetenz.de
        Es ist in sich sehr schlüssig und die Handreichungen sind sehr gut. Wir sind allerdings noch am Anfang und suchen den kollegialen Erfahrungsaustausch.

        Falls Sie in Ihrem Umfeld Bedarf sehen zur Förderung der Sozialkompetenz, kann ich Sie nur ermutigen, in dieser Richtung weiter zu arbeiten.

        Mit freundlichem Gruß
        Konrad Heil
        Seelsorger
        Dipl.-Handelslehrer
        Dipl.-Betriebswirt (FH)

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          #5
          RE: Sozialkompetenz

          Hallo Herr Heil,

          mich würde interessieren, was Sie unter dem Begriff Schlüsselqualifikation Sozialkompetenz verstehen. Und spannend wäre für mich einen kleinen Einblick in Ihr Training zu bekommen.

          In meiner Arbeit versuche ich meinen Azubis ein Modell vorzugeben an dem gelernt werden kann. Eine Trainingseinheit zur Unterstützung kann bestimmt nicht schaden.

          MFG
          Manfred Weinert
          Kaufmann
          Erzieher
          Tischlermeister
          z.Zt. Ausbilder Tischler bei einem Bildungsträger

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            #6
            RE: Sozialkompetenz

            Hallo Herr Weinert,

            ich kann und möchte an dieser Stelle keine Definition von Schlüsselqualifikation bzw. Sozialkompetenz geben. Davon gibt es jedenfalls reichlich. Zum Literaturstudium hilft Ihnen bestimmt "www.google.de" weiter...

            Den Einblick in das Training nach Dr. Hinsch gibt Ihnen am besten das 175-Seiten-Buch "Soziale Kompetenz kann man lernen" aus dem Beltz-Verlag.

            Haben Sie bitte Nachsicht mit meinen kurzgehaltenen Antworten. Der Rahmen des Forums wäre sonst schnell gesprengt...

            Mit freundlichen Grüßen
            Konrad Heil
            Seelsorger
            Dipl.-Handelslehrer
            Dipl.-Betriebswirt (FH)

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              #7
              RE: Sozialkompetenz

              Sehr geehrter Herr Weinert, sehr geehrter Herr Heil,

              die Frage nach dem "Was ist Sozialkompetenz" hätte ich hier auch stellen wollen, habe aber die entsprechende Antwort schon gelesen.

              In unserem Unternehmen gibt es sogenannte "Sozialkompetenz-Tage", die von den Azubis auch selbstständig organisiert werden müssen. Hier sollen Dinge wie der Umgang mit den anderen, Selbst-Organisationen in der Gruppe, Teambuilding etc. erlernt werden. Meist bekommen diese Tage aber so einen negativen Touch von "Betriebsausflug = Freizeit", ohne daß wirklich etwas dabei herumkommt.

              Auch wenn Sie hier nicht große Abhandlungen verfassen können, Herr Heil, vielleicht könnten Sie uns ja aus Ihrer Erfahrungen heraus ein paar Tipps und Anregungen geben, wie man mit wenig Zeit Erfolge im Sozialkompetenz-Training erzielen kann.

              Viele Grüße
              Jutta Mohamed Ali
              Ausbilderin bei der Deutschen Telekom AG

              Psychologin

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                #8
                RE: Sozialkompetenz

                Sehr geehrte Kollegin,
                das Sozialkompetenztraining erfordert meiner Erfahrung nach eine gute Vorbereitung des Trainers, der dann eine Gruppe moderieren kann. Handlungsorientiertes Selbstmanagement durch Azubis usw. ist hier nicht möglich.

                Zur Schnelllektüre habe ich mit dem Buch "Soziale Kompetenz kann man lernen" von Hinsch/Wittmann (Beltz-Verlag) gute Erfahrungen gemacht.

                Freundliche Grüße
                Konrad Heil




                jutta.mohamed.ali hat geschrieben:
                -------------------------------
                Sehr geehrter Herr Weinert, sehr geehrter Herr Heil,

                die Frage nach dem "Was ist Sozialkompetenz" hätte ich hier auch stellen wollen, habe aber die entsprechende Antwort schon gelesen.

                In unserem Unternehmen gibt es sogenannte "Sozialkompetenz-Tage", die von den Azubis auch selbstständig organisiert werden müssen. Hier sollen Dinge wie der Umgang mit den anderen, Selbst-Organisationen in der Gruppe, Teambuilding etc. erlernt werden. Meist bekommen diese Tage aber so einen negativen Touch von "Betriebsausflug = Freizeit", ohne daß wirklich etwas dabei herumkommt.

                Auch wenn Sie hier nicht große Abhandlungen verfassen können, Herr Heil, vielleicht könnten Sie uns ja aus Ihrer Erfahrungen heraus ein paar Tipps und Anregungen geben, wie man mit wenig Zeit Erfolge im Sozialkompetenz-Training erzielen kann.

                Viele Grüße
                Jutta Mohamed Ali
                Seelsorger
                Dipl.-Handelslehrer
                Dipl.-Betriebswirt (FH)

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                  #9
                  RE: Sozialkompetenz

                  Guten Tag Herr Heil,

                  ich habe die bisherigen Beiträge dieses Forums mit großem Interesse gelesen.

                  Mit den Begriffen Sozialkompetenz und Schlüsselqualifikationen kann ich sehr wohl etwas anfangen (meine AEVO-Prüfung ist grad ein Jahr her und da ist noch ziemlich viel hängen geblieben)

                  Ich muss jedoch sagen, dass ich Ihre Antworten sehr enttäuschend finde.

                  Sie starten dieses Forum und schreiben in Ihrer Willkommensnachricht

                  konrad.heil hat geschrieben:
                  -------------------------------
                  " ... möchte ich alle Kolleginnen und Kollegen zum Meinungs- und Erfahrungsaustausch einladen....

                  und

                  Ich freue mich auf eine rege Beteiligung an diesem Forum. "


                  beantworten jedoch auftretende Fragen - welche zu einem Meinungs-und Erfahrungsaustausch führen können - nur mit dem Verweis auf andere Literatur und ein Buch.

                  Das finde ich sehr schade, da mich auch einige Fragen zu Ihrem gelobten Thema interessieren würden und ich an einem Erfahrungsaustausch sehr interessiert wäre.
                  So aber trau ich mich gar nicht, meine Fragen zu stellen, da ich die Antwort ja bereits kenne!

                  Gruss
                  Sandra Trost
                  Stellung: Gruppenleitung Verwaltung (Einzelhandel)
                  Ausbilder-Tätigkeit: wöchentliche Schulung mit unseren Azubis (derzeit 9) und Betreuung der Azubis

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                    #10
                    RE: Sozialkompetenz

                    Sehr geehrte Kollegin,
                    ich kann Ihre Enttäuschung gut verstehen, muss aber gleichzeit vor zu hohen Erwartungen an ein solches Forum warnen. Es soll hier vor allem um den Austausch von Praxiserfahrung gehen und nicht um Darstellung von Grundlagen, für die es ausreichend Literatur gibt. Wenn Sie an ausführlichen Informationen aus meiner persönlichen Trainingspraxis interessiert sind, so würden sich vermutlich in einem Telefongespräch Angebot und Nachfrage von Praxiserfahrungen besser abgleichen lassen.
                    Meine Erfahrungen nach dem Trainingskonzept von Hinsch/Pfingsten erstrecken sich auf folgende Apekte:
                    - freiwilliges oder Pflichttraining
                    - Aspekte zu Fragen der Motivation der Teilnehmer
                    - Varianten der Durchführung des Trainings
                    - Anreicherung des Trainingskonzeptes mit konzeptfremden Elementen
                    - statistische Auswertungen des Teilnehmer-Feedbacks
                    etc.

                    Ich hoffe, Ihnen mit diesen knappen Erläuterungen weitergeholfen zu haben.

                    Mit freundlichen Grüßen
                    Konrad Heil
                    Seelsorger
                    Dipl.-Handelslehrer
                    Dipl.-Betriebswirt (FH)

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                      #11
                      Sozialkompetenz provokant

                      Manches kann man lernen aber nicht lehren, z.B. Sozialkompetenz.

                      Zugegeben, die Eingangsbehauptung ist provokant und etwas zugespitzt, dass sie dennoch richtig ist, versuche ich auf meiner privaten Website zu beweisen und lade alle Leser zur Diskussion ein.

                      Adalbert Ruschel

                      www.adalbert-ruschel.de
                      Adalbert Ruschel
                      Professor i.R. Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg
                      Autor und Ko-Autor von Büchern und Buchbeiträgen zur beruflichen Bildung

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                        #12
                        RE: Sozialkompetenz provokant

                        Ob Sozialkompetenz "lehrbar" ist, hängt m.E. von der Begriffsdefinition des Wortes "lehren" ab. Um in solchen Spitzfindigkeiten nicht unangemessen viel Energie zu vergeuden, habe ich in meiner Begrüßung des Forums von "Training" gesprochen, mit der die Sozialkompetenz gefördert werden kann. Das ist auch der in der Fachliteratur gängige Terminus.

                        Freundliche Grüße
                        Konrad Heil
                        Seelsorger
                        Dipl.-Handelslehrer
                        Dipl.-Betriebswirt (FH)

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                          #13
                          RE: Sozialkompetenz provokant

                          Hallo Herr Heil,
                          schön, dass die Diskussion öffentlich zu laufen beginnt. Wenn Sie anführen, der Begriff "lehren" sei nicht hinreichend definiert, dann gilt das aber für "trainieren" nicht minder. Wichtiger aber erscheint mir, dass Begriffe im Wortfeld Training zwar im Bereich der Fortbildung anzutreffen sind, nicht aber in der Berufsausbildung, auch nicht im Berufsbildungsgesetz oder in einer Ausbildungsordnung - und das hat ja wohl auch seinen Grund. Nach dem halben Dutzend Definitionen, die ich auf die Schnelle gelesen habe, kann Training nur Vorhandenes entwickeln, nicht Grundlegendes vermitteln. Das aber gerade ist die Aufgabe der Berufsausbildung. Sie "vermittelt" nach § 1 (3) BBiG "berufliche Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten (berufliche Handlungsfähigkeit) ..." Die berufliche Fortbildung hat nach § 1 (4) BBiG "die berufliche Handlungsfähigkeit zu erhalten und anzupassen oder zu erweitern ..." Da ist dann Training sogar per Definition anwendbar.

                          Mit besten Grüßen
                          Ihr Adalbert Ruschel
                          Adalbert Ruschel
                          Professor i.R. Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg
                          Autor und Ko-Autor von Büchern und Buchbeiträgen zur beruflichen Bildung

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                            #14
                            RE: Sozialkompetenz provokant

                            Hallo Herr Ruschel,
                            es liegt mir fern, das Training sozialer Kompetenzen in Zusammenhang mit Beruflicher Bildung zu bringen. Wie sie richtig feststellen ist davon im Berufsbildungsgesetz nicht die Rede.
                            Dass jedoch soziale Kompetenz für eine umfassende "Handlungskompetenz" (auch davon gibt es ca. 20 Definitionen) unabdingbar, darüber besteht kein ernsthafter Zweifel.
                            Richtig ist auch, dass soziale Kompetenz nicht "gelehrt", sondern Vorhandenes nur gefördert, d.h. trainiert werden kann.
                            Damit denke ich, ist der Rahmen dieses Forums, das ich moderiere, hinreichend abgesteckt.
                            Dieses Forum möchte, wie erwähnt, den Erfahrungsaustausch unter jenen Kollegen ermöglichen und fördern, die sich mit dem Training sozialer Kompetenzen befassen.

                            Freundliche Grüße
                            Konrad Heil
                            Seelsorger
                            Dipl.-Handelslehrer
                            Dipl.-Betriebswirt (FH)

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                              #15
                              RE: Sozialkompetenz provokant

                              Wenn wir einen Blick in die moderne Hirnforschung werfen, dann können wir in entsprechender Literatur lesen, dass das menschliche Gehirn plastisch ist und sich mit seiner Art der Nutzung demenstprechend entwickelt - auch strukturell, organisch - im Sinne von sich neu bildenden Vernetzungen.
                              Bsp.: Laut einer Studie in England ist in den letzten zehn Jahren bei Jugendlichen das Areal im Gehirn, das für die Benutzung der beiden Daumen zuständig ist stetig angewachsen - find' ich lustig!
                              Wenn wir uns von der metasprachlichen Ebene - auf der wir niemals ein Ergebnis erzeugen können, sondern immer nur eine Definition - herunterbewegen auf die Pragmatische (wie und was wirkt?), so können wir als ein Ziel von Trainings oder von "Lehren" formulieren, alternative Handlungsstrategien für das selbe Ziel oder Bedürfnis zu finden. Im selben Moment, da nun diese alternative Strategie in das Weltbild der Beteiligten integriert ist, erfolgt automatisch eine Vernetzung im Gehirn - es werden neue Nervenknoten und -bahnen gebildet. Wird diese "Strasse" nun häufiger benutzt, weitet sie sich irgendwann zu einer Autobahn, so dass das entsprechende Verhalten stabil wird. Nichts anderes ist Lernen.
                              Gerade menschliche Bindungsfähigkeit als Metakompetenz ist ein Beispiel für die Fähigkeit des menschlichen Gehirns sich selbst zu verändern, neu zu strukturieren und damit dauerhaft anderes Verhalten zu etablieren. Wenn Menschen mit geringer "Sozialkompetenz" in einem Computertomographen im Gehirn "durchleuchtet" werden, wird das Areal, das für Bindungsfähigkeit zuständig ist vermutlich recht klein sein. Durchleuchten wir die selbe Person einige Monate nach intensiven Trainings, wird dieses Areal sich entsprechend vergrößert haben.
                              Also können wir - fernab der Metasprache - Sozialkompetenz sogar vermitteln, solange wir uns nicht über Worte auseinandersetzen, sondern über Ziele.
                              Das Wort ist nicht das Ding!
                              Die Landkarte ist nicht das Land!
                              Buchtipp: "Bedienungsanleitung für ein menschliches Gehirn" - Gerald Hüther (nicht mit mir verwandt)

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