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Azubi wird immer auf PC geschaut

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    Azubi wird immer auf PC geschaut

    Guten Tag,

    ich bin neu hier im Forum und habe gleich mal eine Frage.
    Bei Google habe ich leider nichts passendes zu meinem Problem gefunden.

    Meine Auszubildenden sind Industriekaufleute.
    Vor einem halben Jahr wurden unsere Abteilungen Rechnungswesen und Einkauf räumlich zusammengelegt.
    Der Einkaufsmitarbeiter (Ausbildungsbeauftragter) und ein Mitarbeiter aus dem Rechnungwesen (auch Ausbildungsbeauftragter) sitzen nun also in einem Büro.
    Die Schreibtische der beiden stehen so zusammen, dass sie sich über den Monitor drüberweg ansehen könnten.
    An den Schmalseiten der Schreibtische kommt ein etwa 60 cm (oder etwas mehr) schmaler Gang. Dann steht da an der Wand ein kleiner Tisch mit dem Rechner für die Azubine.
    Sie sitzt also mit dem Rücken zum "Gang" und den beiden Kollegen.

    Sie hatte schonmal erwähnt, dass sie sich an diesem Platz sehr unwohl fühlt. Wenn jemand hinter ihr langgeht, wird sie manchmal angestoßen.
    Außerdem fühlt sie sich beobachtet, was sie am PC macht. Der ist ja von den Kollegen einsehbar.
    Sie ist eine sehr zuverlässige Auszubildende und bin mir sehr sicher, dass sie in unbeobachteten Momenten nicht im Internet surfen würde oder ähnliches tun würde.
    Aber ich kann schon verstehen, dass es ihr sehr unangenehm ist, immer beobachtet zu werden. (Der Einkaufsmitarbeiter ist ein kleiner Kontrollfreak!).
    Sie antwortet mir jetzt auch nicht mehr zeitnah auf E-Mails weil sie nicht möchte, dass es jemand mitließt.

    Nun hat sich sich offiziell bei mir über die Sitzplatzanordnung beschwert.

    Mit den Kollegen gesprochen habe ich schon. ich dachte, evtl. könnte man den Azubitisch umdrehen und an die anderen beiden Schreibtische dranstellen.
    Das wurde aber von den Mitarbeitern abgelehnt.

    Was kann ich tun? Ich finde diesen Zustand auch nicht tragbar...

    Ich bedanke mich schonmal ganz herzliche für viele Antworten.

    Grüße
    Flo

    #2
    Azubi wird immer auf PC geschaut

    Niemand sitzt gerne mit dem Rücken zum Gang, oder so, dass andere beim Tippen zusehen können. Haben die beiden Mitarbeiter denn ein gewichtiges Argument gegen das Drehen des Tisches? Auszubildende sind keine Mitarbeiter zweiter Klasse, die man mit einem "Katzentisch" abfertigt. Würde ein fest angestellter Mitarbeiter mit den gleichen Maßstäben behandelt?

    Ein weiteres Problem scheint ja der nur schmale Durchgang zu sein. Hierzu sollten Sie mal den Sicherheitsbeauftragten Ihrer Firma aufsuchen, denn es gibt strenge Regeln in Bezug auf Durchgangs- und Fluchtwege. Zusätzlich gibt es Ergonomie-Richtlinien, die Aussagen darüber treffen, wie viel Platz ein Bürostuhl als "Aktionsradius" haben sollte.

    Zusammengenommen wären das meiner Meinung nach alles gute Argumente für eine Änderung der Tischanordnung.
    Zuletzt geändert von martin.pfaff; 18.05.2012, 11:39. Grund: Titel des Beitrags nachgetragen

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      #3
      Azubi wird immer auf PC geschaut

      Hallo Frau_F,

      vielen Dank für Ihre Antwort!
      Meine Kollegen in dem Büro haben das Drehen des Tisches damit begründet, dass ein Azubi ruhig "unter Kontrolle gehalten" werden könnte.
      Wahrscheinlich würd für einen ausgelernten Mitarbeiter ein ganz anderer Arbeitsplatz eingerichtet werden. (Zum Glück ist dies die einzige unkooperative Abteilung.)

      Ich werde es jetzt erstmal auf der "Sicherheitsschiene" probieren. Vielen Dank für den Tipp.
      Ein Maßband liegt schon bereit.

      Grüße
      Flo
      Zuletzt geändert von martin.pfaff; 22.05.2012, 14:07. Grund: Titel des Beitrags nachgetragen

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        #4
        Azubi wird immer auf PC geschaut

        Zitat von Frau_F Beitrag anzeigen
        Auszubildende sind keine Mitarbeiter zweiter Klasse, die man mit einem "Katzentisch" abfertigt. Würde ein fest angestellter Mitarbeiter mit den gleichen Maßstäben behandelt?
        Sehe ich genauso! Manchmal habe ich den Eindruck, dass die Kollegen vergessen, dass sie auch mal Auszubildende waren. So kleine Machtspielchen gehören nicht auf den Arbeitsplatz und das sollte allen klar sein.
        Wenn die Auszubildende dann dazu auch noch zuverlässig und verantwortungsbewusst ist, sollte man sich doch darum bemühen, dass sie sich im Betrieb wohlfühlt. Ich finde Auszubildende profitieren nicht nur von uns sondern wir auch von ihnen. Letztens als ich Probleme mit meinem PC hatte, hat mir einer unserer Azubis im Büro gezeigt, wo man den 3DMark Download kostenlos und legal machen kann, damit die Grafikkarte wieder richtig funktionierte. Einer von meinen älteren Kollegen hätte das bestimmt nicht hinbekommen, da hätte ich wieder auf die Techniker warten müssen. Auszubildende sind schließlich die Zukunft, die sollte man nicht vergraulen!
        Zuletzt geändert von thomas.neuhaus; 29.09.2017, 15:40.

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          #5
          Azubi wird immer auf PC geschaut

          Hallo Frau Aliena, ich habe viele Ideen, eine ist die, dass ich glaube das die Auszubildende im Büro die beiden anderen "stört". Wer saß vorher an dem Platz? Jezt aber eine konstruktive Idee. Gehen Sie mit den Dreien in einen Besprechungsraum und moderieren und visualisieren diesen Konflikt. Es soll eine gemeinsame Lösung dabei herauskommen. Ggf. Ist der Konflikt soweit vorangeschritten, dass es keine Vertauensbasis mehr gibt. Vielleicht gibt es eine Tischinsel, vielleicht gibt es drei neue Schreibtsiche, u.s.w.. - unbedingt den Vorgesetzten mit einbeziehen!


          Viel Erfolg!
          Zuletzt geändert von martin.pfaff; 09.07.2012, 09:53. Grund: Titel des Beitrags nachgetragen
          Ralf Pieper
          Jugend- und Erwachsenenbildung, Training, Coaching, Recruitment

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            #6
            Ich denke auch, dass ein gemeinsames Zusammensetzen mit einem neutralen Moderator ein guter Weg ist. So kann jeder seine Stellung deutlich machen und Missverständnisse können geklärt oder vermieden werden. Welche Probleme gibt es bei den anderen Mitarbeitern, so dass ein 3er-Tisch nicht erwünscht ist? Auch die Azubine kann so ihre Position deutlich machen. Geklärt werden kann zudem, dass die Azubine keine Vertrauensstörung mit den anderen beiden Mitarbeitern hat. Vielleicht fühlten die beiden sich etwas hintergangen, da die Azubine nicht selbst mit ihnen geredet hat, sondern gleich eine nächsthöhere Instanz aufgesucht hat? Ein klärendes Gespräch sollte hier zunächst helfen!
            Wer ein Auge zudrückt, der zielt vielleicht gerade nur.

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