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Konflikte mit engagierter Azubine

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    Konflikte mit engagierter Azubine

    Hallo Zusammen,
    meine derzeitige Auszubildende ist im 2 Lehrjahr, neben ihren Aufgaben in der JAV und ihren Auslandspraktika und ihrem Abendstudium ist sie auch unregelmäßig bei mir in der Abteilung eingesetzt. Leider zeigt sie aber gerade in der Abteilung keine besonders guten Leistungen. Selbständig die Besprechungsräume aufzuräumen und unsere Kaffeemaschine zu säubern, fällt ihr auch nicht nach einem Zwischengespräch ein. Als ich im Urlaub war, sollte sie die Spülmaschine ausräumen und die Kaffeemaschine säubern. Zwei unabhängige Personen sagten mir dann, dass das nicht geschehen ist, die Spülmaschine habe ich auch genauso vorgefunden, wie ich sie vor einer Woche eingeräumt habe. Als ich sie darauf ansprach, begann sie zu weinen, warum ich ihr nicht glauben würde, sie versteht nicht, warum andere Leute ihr so viele Steine in den Weg legten. Ich habe gesagt, wir fangen von vorn an, nach dem Gespräch, und jetzt bekomme ich von den Leuten hier zu hören, dass sie noch nie um 7 Uhr angefangen ist, sondern immer so gegen halb acht kommt. Einer anderen Azubine soll sie gesagt haben, dass das nicht auffällt, weil ich immer erst um kurz vor acht käme (wobei ich die Aussage jetzt erst einmal nicht ernst nehme, da es unter Azubis ja auch oftmals zu Konkurrenzkämpfen kommt).
    Es gibt keinen Grund, warum meine Kollegen die Auszubildende "in die Pfanne hauen" sollten, da sie eh fast nie da ist und niemand sie richtig kennt.
    Jetzt ist sie nur noch 2 Wochen da und ich habe mit ihr mein Endgespräch. Wie soll ich mich verhalten? Ich habe das Gefühl, dass die mich von vorn bis hinten nicht für voll nimmt.
    Danke im Voraus für die Antworten.
    Christiane

    #2
    RE: Konflikte mit engagierter Azubine

    Hallo Christiane,

    ich weiß nicht, ob meine Antwort nicht schon zu spät kommt.
    Trotzdem einige Anmerkungen.
    Bei Konfliktfällen, wie Du beschrieben hast, sollten grundsätzlich alle Fakten auf den Tisch und zeitnah besprochen werden.
    Ich würde sogar sagen, dass auch "Gerüchte" ("immer erst kurz vor acht") thematisiert werden sollten. Damit werden Eigen- und Fremdwahrnehmungen konfrontiert und geklärt, was in einem komplexen betrieblichen Beziehungsumfeld wichtig ist (natürlich immer erst mal unter 4 Augen verifizieren).
    Sogar Dein Gefühl, nicht ernst genommen zu werden, würde ich offen ansprechen.
    Auch wenn es im konkreten Fall nicht mehr zur Anwendung kommt: Zielvereinbarungen sollten fester Bestandteil eines Wochengespräches sein. Wenn alles läuft, können die Ausbildergespräche auch in größeren Zeitintervallen statt finden.
    Es würde mich freuen, zu erfahren, wie es dann sein Ende genommen hat...

    Alles Gute!
    Konrad
    Zuletzt geändert von martin.pfaff; 29.06.2011, 09:10. Grund: Titel des Beitrags nachgetragen
    Seelsorger
    Dipl.-Handelslehrer
    Dipl.-Betriebswirt (FH)

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      #3
      Hallo Christiane,

      auch wenn dieser Beitrag schon etwas älter ist, möchte ich es nicht versäumen auch meine Meinung hier zu vertreten.

      Ohne jetzt bestimmte Details über die junge Dame zu wissen möchte ich einmal anmerken, dass in dem kompletten Beitrag in keinster Weise
      ausbildungsrelevante Kompetenzen kritisiert wurden.
      Wenn ich ehrlich bin habe ich am Anfang gedacht, dass das mit der Spülmaschine und der Kaffeemaschine ironisch gemeint wäre.

      Man könnte nun argumentieren, dass auch solche Arbeiten zur Sozialkompetenz für eine Auszubildende zählen.
      Man könnte aber auch genauso argumentieren, dass man von einer jungen Dame im zweiten Ausbildungsjahr mit akademischer Laufbahn und anderen
      ausbildungsrelevanten Kompetenzen erwarten kann, dass sie nicht grundsätzlich alle "Service-Arbeiten" durchführt.

      Historisch gesehen werden zwar gerade im kaufmännischen Bereich solche "Service-Arbeiten" von Auszubildenden durchgeführt, aber ich denke
      wir sollten uns langsam aber sicher von solchen "alten" Strukturen lösen.

      Es sind erfahrungsgemäß immer zwei Seiten zu betrachten.

      Ich hoffe mein Beitrag wird, so wie er auch gemeint ist, als konstruktive Kritik und nicht als böswillig angesehen.

      Bis dahin.

      Dennis
      Zuletzt geändert von dlq; 10.04.2012, 07:06.

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        #4
        Hallo!

        Bin interessiert weil ich das Problem derzeit in einer ähnlichen Variante habe! Wie ging es denn mit der Azubine weiter?

        Danke
        Bongo

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          #5
          Konflikte mit engagierter Azubine

          Auch wenn der Konflikt schon einige Zeit her ist, denke ich, dass damit ein wichtiges Thema angesprochen wird. Wenn Auszubildende ihre Ausbilder einfach nicht als Respektsperson wahrnehmen. Klärt sich die "Rangordnung" nicht nach den ersten zwei Gesprächen (mehr sollten es keinesfalls sein), kann nur durch "Strafen" gelernt werden. Das bedeutet etwa: Abmahnungen, Zusatzarbeit, Kündigung. Auch junge Leute müssen lernen, dass im Leben nichts geschenkt wird und solch eine Ausbildung eine ernst zu nehmende Sache ist.
          Zuletzt geändert von martin.pfaff; 19.11.2012, 10:21. Grund: Titel des Beitrags nachgetragen
          Wer ein Auge zudrückt, der zielt vielleicht gerade nur.

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            #6
            Hallo Christiane,

            auch wenn es inzwischen schon etwas her ist: wie hat sich das Problem denn am Ende gelöst?

            LG

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              #7
              AW: Konflikte mit engagierter Azubine

              Zitat von dlq Beitrag anzeigen

              Wenn ich ehrlich bin habe ich am Anfang gedacht, dass das mit der Spülmaschine und der Kaffeemaschine ironisch gemeint wäre.

              Man könnte nun argumentieren, dass auch solche Arbeiten zur Sozialkompetenz für eine Auszubildende zählen.
              Man könnte aber auch genauso argumentieren, dass man von einer jungen Dame im zweiten Ausbildungsjahr mit akademischer Laufbahn und anderen
              ausbildungsrelevanten Kompetenzen erwarten kann, dass sie nicht grundsätzlich alle "Service-Arbeiten" durchführt.
              Ich vertrete dieselbe Meinung, denn es wurde nicht von ihren ausbildungsrelevanten Kompetenzen geredet, sondern über ihre "Service-Arbeiten" mit der Spüle und der Kaffeemaschine. Einerseits hört sich das weniger relevant an für mich, da sie wahrscheinliche ihre "echte" Arbeit gut gemacht hat? Vielleicht hat sie sich deswegen weniger verantwortlich für die Kaffeemaschine und die Spüle gefühlt. Anderseits liegt das genau an ihrem eigenen Verhalten und da kannst du ruhig sagen, dass sowas auch von anderen Ausbildern/Arbeitgebern nicht akzeptiert wird.

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                #8
                AW: Konflikte mit engagierter Azubine

                Hallo Zusammen,

                mich würde auch die Lösung des Problems interessieren ... ich habe aktuell einen ähnlichen Fall bei uns in der Firma. Deswegen bin ich für jeden Tipp dankbar

                Gruß und Dank

                adalbert64

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                  #9
                  AW: Konflikte mit engagierter Azubine

                  Hallo zusammen,

                  "Berufsausbildung" ist nach meiner Einschätzung ein sehr weites Feld...
                  Die Förderung der sozialen Kompetenzen (und darunter zählt auch die Motivation für "Servicearbeiten" zur Förderung des Arbeitsklimas) gehört unbedingt dazu. Je mehr solche Arbeiten (die nicht buchstäblich im Ausbildungsplan stehen aber das Arbeitsklima verbessern) vom Team mit Anerkennung belohnt und irgendwie "gerecht" aufgeteilt werden (z.B. nach Plan), desto leichter ist es, auch hochqualifizierte Azubis dafür zu motivieren.
                  Wenn nur Azubis zu solchen Tätigkeiten "verdonnert" werden, ist Widerstand vorprogrammiert und günstiges Sozialverhalten (=Service für das Team) abqualifiziert.

                  Gibt es dazu konkrete Erfahrungen aus Ihren Betrieben, die alle interessieren könnten?

                  Weiterhin ein gutes Jahr 2013!
                  Konrad Heil
                  Seelsorger
                  Dipl.-Handelslehrer
                  Dipl.-Betriebswirt (FH)

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