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Berufspädagoge ja oder nein

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    Berufspädagoge ja oder nein

    Schönen guten Tag liebe Mitleser,

    seit einigen Wochen trägt mich der Gedanke mich zu verändern, weil ich gesundheitlich meinen Beruf nicht mehr ausüben kann. Vorschläge von den Kollegen in die Ausbildung zu gehen ist schon in Ordnung, wenn ich aber lese was genau gesucht wird...es kommt zwangsläufig die Frage auf, ob die Weiterbildung zum Gepr. Berufspädagogen auch zielführend wäre.

    Ich komme aus dem Rettungsdienst,man denkt, irrwitzigerweise glauben immer einige, man könne ja dann in die Kliniken gehen, aber die körperlichen Belastungen sind auch da gross. Ausbildungen finden meist nur abends oder am Wochenende statt, was für mich nicht mehr in Frage kommt. Ein komplettes Studium trau ich mir nicht mehr zu....

    Wer stellt Gepr. Berufspädagogen ein? Bevor ich den Gedanken komplett streiche, möchte ich mich einfach genau informieren. Ist das eher eine Weiterbildung für das Handwerk?

    Aus welchen Bereichen kommt ihr? Habt ihr Weiterbildung bereut, hat es euch persönlich weitergebracht. Bildung ist so oder so bereichernd, jedoch stellt sich mir die Frage, in welchen Bereichen kann mich danach einbringen?

    Ich komme aus dem Heidekreis (zwischen Hannover und Soltau), auch die Anbieter sind hier rar gesät, hier kommt auch die Frage hinzu, wo man eine Ausbildung zum Gepr. Berufspädagogen absolvieren kann.

    Jetzt freue ich mich auf Ideen und Ratschläge oder auch gern Kritik, bin offen für alles!

    Liebe Grüsse von Verunsichert aus dem Heidekreis




    #2
    Moin,

    soweit ich weiß, ist Rettungssanitäter*in kein Ausbildungsberuf gemäß Berufsbildungsgesetz (BBiG). Die Ausbildung ist demgemäß auch nicht durch eine Rechtsverordnung (AO) des Bundes geregelt.
    Das Haupteinsatzfeld von Gepr. Berufspädagog*innen ist aber das "Duale System" gemäß BBiG und das darauf aufbauende Weiterbildungssystem (was übrigens gerade durch die BBiG-Novelle erweitert wird.)

    Es ist bedauerlich, aber ich sehe für Dich keine Zukunftsprspektive in einer Weiterbildung zum Gepr. Berufspädagogen.

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      #3
      Schönen guten Abend!
      Ich bin keine Rettungssanitäterin. Es gibt Rettungsassistenten und ganz neu Notfallsanitäter, die Berufsausbildungen schließen mit einem Examen ab. Und diese Berufsausbildung habe ich abgeschlossen vor über 15 Jahren. Aber vielen Dank für die Antwort.

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        #4
        Hallo Verunsichert, ich selbst bin Berufspädagogin und arbeite als Beraterin in der Weiterbildung. Also ja, eine Weiterbildung zur Berufspädagogin macht schon Sinn und ist bereichernd. Du lernst viel über Menschen und auch dich selbst. Es ist eine Weiterbildung auf DQR-Ebene 7, ist also gleichwertig mit dem Master auf der akademischen Ebene. Es gehört schon Durchhaltevermögen und viel Zeit zum Lernen dazu. Berufspädagogen arbeiten vor allem eher bei Bildungsanbietern und größeren Unternehmen (die es sich leisten können, für ihre Mitarbeitenden Personalentwicklungskonzepte auszuarbeiten und durchzuführen) und das ganz branchenübergreifend, nicht nur im Handwerk. Aufgaben der Berufspädagogen ist es, Aus- und Weiterbildungen und berufliche Bildungsprozesse zu planen und zu organisieren. Es gibt auch den Berufspädagogen für Gesundheitsfachberufe, jedoch -glaube ich- erstmal nur in Rostock. Für dich käme z. B. auch der Praxisanleiter für Notfallsanitäter oder der Aus- und Weiterbildungspädagoge in Frage. Da gibt es auch Weiterbildungen in Hannover. Es wäre schon toll, wenn du deine wertvollen Erfahrungen an andere weiter gibst. Wenn du jedoch eher in die organisatorische oder unternehmerische Managementebene gehen willst: Da gibt es den Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen. Herzliche Grüße aus Mecklenburg-Vorpommern

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          #5
          Hallo liebe Interessenten für den geprüften Berufspädagogen,

          ich muss gestehen, dass ich mich lange nicht mehr zum geprüften Berufspädagogen gemeldet habe. Schließlich war ich ja in allen Gremien dabei, bis endlich die bundesweite Verordnung erlassen wurden. Wir haben auch mehrere Jahre mit einer eigenen Akademie die Ausbildung von geprüften Berufspädagogen unterstützt.
          Ich freue mich, wenn doch immer noch der Gedanke lebt. Und der heißt: Professionalisierung der Berufsbildung über geprüfte Aus- und Weiterbildungspädagogen (Ebene Ausbilder) sowie geprüfte Berufspädagogen (einschließlich Führungs- und Managementanteile). Wie kommen Sie, lieber Kollege Passe-Tietjen, auf die Idee, der geprüfte BePäd sei nix für das Rettungswesen. Und auch die Begründung "keine geordnete Erstausbildung" ist überhaupt kein Kriterium. Es gibt überhaupt keine Einschränkung was die Zieltätigkeiten betrifft und natürlich macht die Qualifikation eines BePäd auch in diesem Bereich Sinn. Und gerade im Rettungswesen hat sich vor ein paar Jahren am meisten getan, was den BePäd betrifft. Dort müssten sich eigentlich sehr gut zwei Kollegen aus Franken und Bayern auskennen, die jahrelang auch für diesen Bereich als Dozenten gearbeitet haben. Einer ist Robert Hauptenbuchner. Bitte selbst recherchieren.
          Die Zugangs- und Motivierungsfakten findet man in den Verordnungen selbst (hier downloaden: https://www.bmbf.de/upload_filestore...spaedagoge.pdf). Bitte dort nachlesen. Hinweisen sollte man unbedingt darauf, dass es keinen Sinn macht, ein Angebot anzunehmen, das in universitärem Gehabe Weisheiten aus Büchern erarbeiten lässt. Praxisorientierung und eigene Praxisfelder sind gefragt, wie sie in der Verordnung angesprochen sind. Hinweis: Eine Ausbildung zum geprüften BePäd ist teuer. Deshalb erst recht ganz sorgfältig den Anbieter prüfen. Herzliche Grüße Tilmann Krogoll

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