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    betrieblicher Ausbildungsplan, Durchlaufpläne erstellen

    moin moin und ein willkommenes Hallo zusammen!

    Meine Name ist Jörg und ich bin seit letztem Jahr offiziell Ausbilder für technische Produktdesigner. Zu meiner Person kann ich noch ergänzen, dass ich Maschinenbau studiert habe und in einem kleinen Familienunternehmen (ca. 250 Beschäftigte) als Konstrukteur tätig bin.
    Die Aufgabe des Ausbilders stellt mich nun vor neue Herausforderungen. Eine zufriedenstellende Organisation der Ausbildung gibt es hier im Betrieb nicht, ich möchte versuchen eine Struktur aufzubauen.

    Kann mir jemand bei der Organisation der Ausbildung behilflich sein? Wie strukturiert Ihr die Ausbildung? Mit welchen Hilfsmitteln werden bei Euch Pläne geschrieben, kann mir jmd. eventuell Excel-Vorlagen für den betrieblichen Ausbildungsplan eines technischen Produktdesigners im Anlagenbau zur Verfügung stellen? Unser Unternehmen hat viele Abteilungen (mechanische Fertigung(Drehen/Fräsen) Blechbearbeitung, Schweißerei, Lackiererei, Montage(Elektro/Hydraulik)). Wie sollte man einen Durchlauf gewichten, im Eilverfahren oder sollte man den Azubi`s schon ein halbes Jahr in der Werkstatt spendieren? Hat jemand von Euch gute Erfahrungen gemacht?

    Über jegliche Kommentare und Hilfestellungen würde ich mich freuen.

    Grüße aus dem hohen Norden.

    Jörg

    #2
    AW: betrieblicher Ausbildungsplan, Durchlaufpläne erstellen

    Hallo Jörg,

    erstmal Glückwunsch und viel Erfolg mit deiner neuen Aufgabe 

    Eine Frage vorab von mir, gibt es/gab es bei euch bereits Azubis bevor du Ausbilder wurdest, oder jetzt erst seit dem?

    Wie heißt eure Berufsbezeichnung genau?
    Wir bilden techn. Produktdesigner Maschinen- und Anlagenkonstruktion aus, müsste dann die selbe Fachrichtung sein, oder gibt es eine Spezielle nur für Anlagenbau?

    Mal grob meine persönlichen Erfahrungen und Meinungen, bitte nur als Anregung sehen, ist von zu vielen Faktoren abhängig als das man das generell sagen könnte.
    Bei uns sind die Azubis 6 Wochen in der Lehrwerkstatt, dort lernen sie die Grundlagen kennen (Feilen, Bohren, Reiben, Gewinde schneiden, etc.).
    Die Grundlagen werden grob angeschnitten, die Azubis müssen alles mal gemacht haben, aber nichts perfekt beherrschen.
    Diesen Kurs haben wir ca. ein halbes Jahr nach Beginn der Ausbildung gelegt, das die Azubis erstmal im Büro anfangen können, dort wo ja auch später ihr Arbeitsplatz ist.
    (In anderen Firmen ist das auch direkt zu Beginn, ich finde es später sinnvoller)

    Ich tendiere beim Durchlauf mehr zum „Eilverfahren“, die Azubi’s sollen zwar möglichst viel sehen/kennen lernen, aber ihr eigentlicher Beruf finde ich darf nicht zu kurz kommen, d.h. ich finde sie sollten schon einen Großteil ihrer Ausbildungszeit auch mit Aufgaben verbringen die sie später nach der Ausbildung beherrschen und durchführen sollen.

    Ich habe es so gemacht habe „klein“ angefangen und dann nach und nach Besuche/Aufenthalte in anderen Abteilung in meinen Ausbildungsablauf integriert, habe dann immer die Azubis gefragt was sie dort gelernt haben und wie sie den Einsatz fanden, und dementsprechend dann die Zeiten etc. angepasst, oder mit den Zuständigen Personen gesprochen.
    Ganz wichtig finde ich das die Azubis immer einen Ansprechpartner vor Ort in der Abteilung haben in der sie gerade sind (der Ansprechpartner sollte das auch gerne machen, muss kein Chef etc. sein, ein guter Facharbeiter der sich gern um die Azubis kümmerst ist meiner Erfahrung nach am besten geeignet) Ich habe die Erfahrung gemacht das wenn kein Ansprechpartner da ist auch ein langer Aufenthalt nicht sinnvoll ist, denn wenn die Azubis nur „kehren“ müssen dann hilft auch ein langer Aufenthalt nicht, deshalb mein Tipp, lieber ein kurzer Einsatz mit gutem Ansprechpartner.

    Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen weiter helfen und meine Ausführungen sind nicht zu verwirrend.
    Wenn ich dir noch helfen kann, einfach melden.


    Viel Erfolg.

    Gruß,
    Tine88.

    P.S.: Sorry, ich hatte vergessen mich vorzustellen. Ich bin Ausbilderin für ca. 8 Azubis TP. Unsere Firma hat mittlerweile ca. 400 Mitarbeiter. Die Ausbildung mache ich jetzt seit ca. 5 Jahren.

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      #3
      AW: betrieblicher Ausbildungsplan, Durchlaufpläne erstellen

      Ja, es sind Azubis für den Anlagenbau (Maschinen- und Anlagenkonstruktion).
      Wir bilden schon länger aus, bestimmt schon 10 Jahre und länger. Früher war es so, dass es immer nur einen Azubi gegeben hat und der immer wieder durch verschiedenen Abteilungen gegangen ist, bevor er sich dann im technischen Büro auf seine Abschlussarbeit vorbereitet hat. Einen wirklichen Ausbilder gab es aber nicht, der Chef hat wohl die Berechtigung auszubilden, aber es haben Ihn immer andere durch die Lehrjahre begleitet. Erst nachdem jemand die Ausbildung bestanden hatte wurde ein neuer Azubi eingestellt. Jetzt, wo ich offiziell den Chef um den Titel des Ausbilder beerbt habe, sind gleich zwei Azubis eingestellt worden. Es ist buchstäblich die Situation mit dem „kalten Wasser“! Nunja, irgendwie werde ich es meistern.
      Grundsätzlich hatte ich erst vor, die Azubi`s die ersten Monate bei mir ins Büro zu stecken und denen eine berufsnahe Beschäftigung zu verpassen. Womit soll man am besten starten? Hast Du Übungen mit denen gemacht? Oder soll man sie direkt vor den CAD-Rechner setzen und die Lernprogramme starten?

      Grüße,

      Jörg
      Zuletzt geändert von Jörg; 11.08.2015, 07:50.

      Kommentar


        #4
        AW: betrieblicher Ausbildungsplan, Durchlaufpläne erstellen

        Hallo Jörg,

        das schaffst du mit Sicherheit, die Frage ist immer nur wie, nicht ob 

        Bei mir ist es so das am ersten Tag erstmal allgemeines kommt (Einloggen, Schlüssel, Personalhandbuch, Firmenführung, etc.), da wir mittlerweile ca. 15 Azubis über die Firma verteilt haben machen wir 2 Einführungstage in denen es nur um diese allgemeinen Sachen, das Firma kennen lernen, und sich gegenseitig kennen lernen geht. Als wir noch weniger Azubis hatten war das einfach im Büro, vllt. nen halben Tag, bzw. in der früh etwas und dann Firmenführung nachmittag, oder am 2. Tag, das die Azubis erstmal „ankommen“ können.
        Dann geht’s bei uns los mit CAD-Schulung, ich erkläre unser CAD-Programm Häppchenweise und lasse immer Übungsteile dazu zeichnen, parallel erkläre ich die Theorie dazu (so alle paar Tage, je nach dem wann wir von den Übungen beim jeweiligen Thema sind), für die Theorie habe ich die jeweiligen Tabellenbuch Seiten hergerichtet, und Teilweise noch erklärende Blätter aus anderen Büchern. Zum Theorie erklären gehe ich immer kurz mit den Azubis in ein Besprechungszimmer, tut ihnen glaub ich immer ganz gut die Abwechslung zwischen Theorie und Praxis. Mit Theorie mein ich, was sind 3 Ansichten, Schnitte wann, wie, warum, Bemaßung, etc.
        Ich habe da einige Übungsteile und Baugruppen, erst mit Teilen die zum Programm verstehen sind, und später Baugruppen in denen ein paar typische bei uns übliche Bauteile vorkommen.

        Bei Lernprogrammen bin ich persönliche skeptisch, nur den ganzen Tag mit einem Lernprogramm selbst Übungen machen glaube ich ist für einen Azubi frisch von der Schule sehr anstrengend,
        wenn du mit Lernprogrammen arbeiten möchtest würd ich schauen das du zwischendurch „Pausen“ für die Azubis einplanst, also entweder eine kurze Theorieeinheit, oder vllt. gibt es auch „Hilfstätigkeiten“ (Zeichnungen falten, abheften, etc.) die sie zwischendurch machen können, weil ich habe die Erfahrung gemacht das ein frischer Azubi von der Schule gerade die ersten Tage/Wochen schon damit kämpft den ganzen Tag zu sitzen.
        Kommt halt auch drauf an wie gut das Lernprogramm ist und wie lange es dauert… Hast du’s selbst schon ausprobiert?

        Hattest du vorher auch mit den Azubis zu tun, z.B. während sie sich auf ihre Abschlussarbeit vorbereitet haben?
        Vllt. kann dir der letzte Azubi sagen in welcher Abteilung er was seines erachten sinnvolles gelernt hat, wo die Einsatzdauer gepasst hat, und wo er gern länger oder kürzer gewesen wäre.

        Bei mir sind die Azubis die meiste Zeit in der Konstruktion in den verschiedenen Teams, nur 6 Wochen in der Lehrwerkstatt, 1 Woche in der Fertigung (Drehen/Fräsen), 1 Woche in der Montage. Ich habe aber das Glück das den Azubis in der Konstruktion in allen Teams viel beigebracht wird, sie werden hier z.B. auch gelegentlich mit in die Montage raus genommen um aktuelle Projekte anzusehen und an Problemen zu arbeiten.

        Gruß aus dem Süden,

        Tine88.

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