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Nachholen des Berufsschulstoffs

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    Nachholen des Berufsschulstoffs

    Hallo,

    wie geht ihr mit durch Corona ausgefallenem Berufsschulunterricht und dem dadurch verpassten Prüfungsstoff um? Ich habe meine Zweifel, ob wirklich alle unsere Azubis gut auf die Prüfungen vorbereitet sind. Deshalb überlegen wir, ein "Notlernprogramm" im Betrieb zu starten. Allerdings ist das ja gar nicht unsere Aufgabe, von der Berufsschule kommt irgendwie wenig. Oder macht man sich zu viele Gedanken?

    Wie macht Ihr das?

    Viele Grüße
    Holzwurm

    #2
    Unsere Auszubildenden müssen zum Homeschooling in den Betrieb kommen. Wir haben einen sehr großen Schulungsraum, wo alle mit über 2m Abstand sitzen können. Hier können sie auch das WLan nutzen und die von den Lehrern in Moodle bereitgestellten Arbeitsblätter ausdrucken. Ich als innerbetriebliche Lehrkraft unterstütze die Bearbeitung und online-Abgabe der Aufgaben, das Einrichten der Videokonferenzen. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten gibt fast jeder Lehrer während seiner Unterrichtsstunden eine Videokonferenz. Sowohl bei den Dachdeckern, als auch bei den Zimmerern

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      #3
      Hallo Holzwurm,

      "Allerdings ist das ja gar nicht unsere Aufgabe"

      Bitte vorsichtig sein mit solchen Aussagen. Sie bzw. der Ausbildende sind dafür verantwortlich, dass der Auszubildende handlungsfähig gemacht wird.
      Kann die Berufsschule das zur Zeit nicht, müssen Sie in die Bresche springen.
      Ihre Idee mit dem Notlernprogramm hört sich doch ganz gut an. Anhand der Ausbildungsnachweise und/oder Klassenarbeiten können Sie bestimmt relativ schnell die Defizite aufdecken und dementsprechend nachschulen.

      Viele Grüße
      Marius
      http://ausbilderschein-suedwestfalen.de/

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        #4
        Kann die Berufsschule das zur Zeit nicht, müssen Sie in die Bresche springen.
        Nach welcher Rechtsquelle ergibt sich dieses MÜSSEN?
        Reinhold Vogt - Sie können Teile meines AEVO-OnlineKurses kostenfrei nutzen sowie Teile meines OnlineKurses 'Lern- und Gedächtnistechniken für Bildungs-Profis'

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          #5
          Zitat von memoPower.de Beitrag anzeigen

          Nach welcher Rechtsquelle ergibt sich dieses MÜSSEN?
          §14 BBiG


          siehe auch dazu: https://www.ihk-niederrhein.de/haupt...schule-4766296

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            #6
            die genannte IHK-Quelle enthält widersprüchliche Aussagen:

            "Da die Berufsbildung auch in berufsbildenden Schulen durchgeführt wird, ist auch die Berufsschule dafür zuständig.

            Kommt die Berufsschule ihrer Zuständigkeit nicht nach, so ist der Ausbildungsbetrieb verpflichtet, die theoretischen Lerninhalte nach der jeweiligen Ausbildungsverordnung zu vermitteln bzw. einzukaufen. Hingegen ist der Ausbildungsbetrieb nicht verpflichtet, den schulischen Rahmenlehrplan zu vermitteln."

            =

            "Grundsätzlich müssten Prüflinge sowohl den betrieblichen als auch den schulischen Lehrstoff beherrschen.

            Sofern dies nicht der Fall ist und die Berufsschule die fehlenden Lerninhalte nicht zur Verfügung stellt, ist der Ausbildungsbetrieb verpflichtet, diese fehlenden theoretischen Lerninhalte selbst zu vermitteln oder mit Hilfe von Dritten vermitteln zu lassen."

            =

            Aussagen der IHKs sind nicht schon deshalb richtig, weil sie von einer IHK stammen! - Diese Behauptung kann ich für mehrere Fälle belegen .
            Reinhold Vogt - Sie können Teile meines AEVO-OnlineKurses kostenfrei nutzen sowie Teile meines OnlineKurses 'Lern- und Gedächtnistechniken für Bildungs-Profis'

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              #7
              Aufschlussreich ist auch § 38, dritter Satz BBiG.
              Reinhold Vogt - Sie können Teile meines AEVO-OnlineKurses kostenfrei nutzen sowie Teile meines OnlineKurses 'Lern- und Gedächtnistechniken für Bildungs-Profis'

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                #8
                Wie oben schon geschrieben, bin ich der Meinung, dass dann der Ausbildungsbetrieb dafür Sorge zu tragen hat.

                Bei genannter Quelle unterscheidet man, so scheint es, theoretische Lerninhalte aus dem Ausbildungsrahmenplan (AO) und Lernstoff aus dem Rahmenlehrplan.
                Es lässt sich mit Sicherheit darüber streiten in wie weit diese abzugrenzen sind.

                Anhand eines sehr einfachen praktischen Beispiel stelle ich mir das so vor:
                Der Azubi bekommt in der Schule theoretisches Wissen zum Thema "bohren" vermittelt - danach oder währenddessen lernt er die praktische Seite im Betrieb kennen. (didaktische Parallelität - anderes Thema - vorausgesetzt)
                Was mache ich nun, wenn die Berufsschule, aus welchen Gründen auch immer, den Stoff nicht vermittelt? Ein fürsorglicher Ausbilder würde dieses Thema dann im Werkunterricht, oder in einer anderen Form vermitteln. Eben weil er auch lt. AO dazu verpflichtet ist.
                So zumindest meine praktische Erfahrung.

                Das so eine Aussage nicht richtig sein muss, weil sie von einer IHK kommt, sollte jedem bewusst sein.
                Aber die Kammern sind nun mal für die Berufsausbildung zuständig.

                Aufschlussreich ist auch § 38, dritter Satz BBiG.
                Das würde ja dann heißen, das der Rahmenlehrplan (weil nicht Bestandteil der AO) keinerlei Relevanz für die Prüfung hat.
                Diesen Satz würde ich, in diesem Zusammenhang, nicht wirklich als aufschlussreich bezeichnen.

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