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Allgemeinbildung gegen berufliche Bildung - was will die KMK?

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  • Hatoxu
    antwortet
    AW: Allgemeinbildung gegen berufliche Bildung - was will die KMK?

    Herr Ruschel, ich finde ihr Engagement super. Auch, dass Sie immer wieder dazu aufrufen etwas zu tun. Es ist halt wie bei allen anderen Sachen auch. Irgendwie sagen ja alle, sie würden nicht wollen, dass Kinder hungern oder Menschen im Mittelmeer ertrinken etc. Aber wenn es dann darum geht, auch nur den kleinen Finger dafür zu krümmen, passiert gar nichts. Menschen sind bequem. Die Ausbilder haben ja ihren Job, ihr Leben, warum sollten die sich denn ernsthaft drum scheren, wie es um ihre Schützlinge steht?

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  • adalbert.ruschel
    antwortet
    Allgemeinbildung gegen berufliche Bildung - was will die KMK?

    Hallo Herr Nolte,
    wir könnten sagen: laissez faire!
    Was wir tun können? Wo immer sich eine Gelegenheit ergibt: reden, schreiben, Politiker bearbeiten, Medien informieren usw.
    Aber die Reaktion auf meinen Text lässt mich vermuten, dass den meisten Ausbilderinnen und Ausbildern völlig egal ist, was Politiker so treiben.
    Ich danke Ihnen für die Ausnahme.

    Mit freundlichen Grüßen
    Adalbert Ruschel

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  • Peter Nolte
    antwortet
    Wir hoffen alle auf den wieder einziehenden Sachverstand der KMK, aber was können wir tun, um das Thema öffentlicher bzw. deutlicher bekannt zu machen ?

    Grüße
    Peter Nolte

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  • Allgemeinbildung gegen berufliche Bildung - was will die KMK?

    Hallo zusammen,
    wir haben uns in diesem Forum schon öfter mal über die Qualifikationsrahmen (EQR und NQR) unterhalten. Am 1. Dezember 2011 hat der Administrator eine Stellungnahme des Hauptausschusses des BIBB zum Beschluss der Kultusministerkonferenz dazu veröffentlicht, auf die bisher niemand hier geantwortet hat. Haben Sie nicht bemerkt, worum es dabei geht? Um nicht weniger als die Bewertung beruflicher Ausbildung im Vergleich zur Allgemeinbildung. Lässt uns das kalt?
    Ich rufe in Erinnerung:
    Im Rahmen der Zuordnung von Qualifikationen im deutschen NQR haben sich Bundesregierung, Wirtschaftsministerkonferenz, Sozialpartner und Wirtschaftsorganisationen fachlich durch die Matrix des NQR begründet positioniert: Qualifikationen der Allgemeinbildung und der beruflichen Erstausbildung sollen demnach in der achtstufigen Abschlussskala den Niveaus 1 bis 4, die der beruflichen Weiterbildung und der akademischen Bildung den Niveaus 5 bis 8 zugeordnet werden. Diese Zuordnung steht im Einklang mit europäischen Entwicklungen.
    So weit, so gut? Weit gefehlt! Bildungspolitik in Deutschland ohne ideologische Streiterei geht nicht. Die KMK hat nun in ihrer Plenarsitzung am 20./21. Oktober 2011 einstimmig den Beschluss gefasst, die allgemeine Hochschulreife (AHR) und die fachgebundene Hochschulreife (FgbHR) dem Niveau 5 des NQR zuzuordnen. Die berufliche Bildung soll offensichtlich zudem weitgehend niedriger bewertet werden als die Hochschulreifen. Die sonst fast immer untereinander streitenden Mitglieder der KMK widersetzen sich damit bewusst der Position aller anderen am Erarbeitungsprozess beteiligten Akteure.
    Man darf, ja man muss sich fragen, was hier los ist. Kurios wird der KMK-Beschluss erst recht dann, wenn man berücksichtigt, dass Jahr für Jahr Tausende Abiturienten eine berufliche Ausbildung beginnen, also sich selbst in dem Modell der Mehrheit um eine Stufe zurück begeben. Nach der Vorstellung der KMK wären das sogar zwei Stufen. Soll dieser Weg etwa verhindert werden? Was aber dann mit den jungen Leuten, die eine der doppelqualifizierenden Ausbildungen beginnen wollen?
    Die alten Gräben scheinen wieder aufgerissen. Dass der Hauptausschuss des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) den Zuordnungsvorschlag der KMK als absolut inakzeptabel, weder inhaltlich unterlegt noch nachvollziehbar begründet erklärt, wundert angesichts der alten Frontlinien hie Allgemeinbildung, dort Berufsbildung, kaum noch jemand.
    Immerhin ist auch die KMK bereit, Abschlüsse der beruflichen Fortbildung dem Bachelor auf Stufe 6 gleichzusetzen. Da werden sich viele Meister, Fachwirte, Techniker, Berufspädagogen und andere freuen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Adalbert Ruschel
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