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Bevorzugung von Mitarbeiterkindern

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  • Bevorzugung von Mitarbeiterkindern

    Ein herzliches Hallo an alle Ausbilderinnen und Ausbilder.

    Möchte gerne einmal das etwas prekäre Thema der Bevorzugung von Mitarbeiterkindern bei der Einstellung von Auszubildenden ansprechen. Offiziell verneinen die meisten Firmen diese Sache. Ich denke jedoch inoffiziell sieht es anders aus.
    Ich habe gerade einen Fall bei mir in der Firma, bei der unser Chef darauf besteht das Kind eines Mitarbeiters einzustellen (natürlich nach außen hin nicht aufgrund der Tatsache). Das Kind ist jedoch bei weitem nicht so gut wie der eigentlich ausgewählte Interessent. Mich stellt es nun vor ein moralisches Dilemma, da ich so etwas eigentlich nicht mitmachen möchte.
    Mich würde hierzu einmal die Sicht anderer Ausbilder interessieren. Hattet ihr schon einmal ähnliche Fälle? Und wie habt ihr euch gegebenenfalls verhalten?

    Vielen Dank schon einmal für eure Antworten.

  • #2
    Moin,

    dein Thema kommt immer wieder auf den Tisch. Neben den Mi-Ki's (Mitarbeiter*innenkinder) sind es die Ku-Ki's (Kund*innen-Kinder ) und Vo-Ki's (Vorstands-Kinder), die im Einstellungsverfahren besonders behandelt werden sollen.
    In Zeiten mangelnder Ausbildungsplätze (50 und mehr Bewerbungen auf einen Ausbildungsplatz) war das ein großes Problem.
    Heute kann man m. E. damit entspannt umgehen:
    Wenn der Betrieb also z. B. zwei Ausbildungsplätze ausgeschrieben und zwei Bewerber*innen ordnungsgemäß ausgewählt hat, spricht nichts dagegen, dass ein dritter Ausbildungsplatz einem VoKi zugesprochen wird. (Wenn der "Chef" interveniert, muss wohl von VoKi gesprochen werden.)

    Ich kenne Ausbildungsbetriebe, in denen durch Betriebsvereinbarung festgelegt wurde, dass z. B. MiKis od. VoKis die erste Phase des Auswahlverfahrens nicht durchlaufen mussten, also nur zum (Auswahl-)Gespräch erscheinen durften.
    Bei KuKis wurde i. d. R. so verfahren, wie ich oben vorgeschlagen habe (= zusätzlicher Ausbildungsplatz). Mein Beispiel hierfür stammt aus dem Bereich der Raiffeisen-/Volksbanken. Wenn sich dann das KuKi oder VoKi als eine "Null" entpuppte, war es kein Schaden für den Betrieb, wenn das Ausbildungsverhältnis (wie auch immer geregelt) vorzeitig endete.

    PS. Ein Auswahlverfahren für Azubis ist mitbestimmungspflichtig. Ich ahne aber, dass Dein Betrieb keinen Betriebsrat besitzt. Wenn doch: Dann muss der BR mit ins Boot!

    Viel Erfolg bei der Schaffung eines zusätzlichen Ausbildungsplatzes.

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    • #3
      Hallo,

      Mitarbeiterkinder werden bei uns auch sehr gern eingestellt. Sollte aber natürlich nie auf Kosten eines besseren Bewerbers gehen. Da bin ich der selben Meinung wie mein Vorposter. Gerecht sollte es schon sein. Oft haben Mitarbeiterkinder ja schon ein gewisses Wissen und manchmal auch bereits eine Bindung zum Unternehmen aufgebaut, das macht sich dann positiv bemerkbar. Zudem ist auch oft eine gewisse Disziplinierung vorhanden, dadurch dass Mutter oder Vater im Unternehmen arbeiten und da auch ein Auge auf Sohn oder Tochter haben.

      Wir haben allerdings auch schon Mitarbeiterkinder gehabt, die uns für den angestrebten Ausbildungsplatz nicht geeignet erschienen. Fast immer konnten wir das positiv umlenken und einen anderen, passenderen Ausbildungsberuf empfehlen.

      Das mit den Kindern von Kunden ist schwieriger. Das ist dann gern auch mal der Cousin oder das Patenkind. Die kennt man ja nicht so gut. Die bekommen daher auch keinen Sonderstatus bei uns.

      In deinem Fall würde ich auch versuchen, den viel geeigneteren Kandidaten durchzudrücken. Falls Dir das möglich ist und der Unterschied wirklich groß ist. Den Vorschlag, zwei Ausbildungsplätze einzurichten, finde ich selbstverständlich auch sehr gut.

      Viel Erfolg und berichte mal, wie es ausgegangen ist.

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      • #4
        Hallo "Der Neue",

        wir warten auf den (hoffentlich positiven) Ausgang der Angelegenheit.

        Beste Grüße

        Kommentar


        • #5
          Hallo,

          bei uns stellt sich diese Frage gar nicht mehr, wir sind froh über jede ernstzunehmende Bewerbung. Würden gern mehr ausbilden!

          Viele Grüße und bleibt gesund!

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