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Vermittlung von Ausbildungsinhalten

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    Vermittlung von Ausbildungsinhalten

    Hallo liebe Foris,

    ich habe ein ganz aktuelles Problem und bevor ich hier nun weitere Schritte einleite würde ich gerne von Euch Feedback bekommen was ihr in meiner Situation machen würdest / wie ihr vorgehen würdet.

    Ich arbeite in einem sehr großen Unternehmen und wir bilden "Kaufleute im Gesundheitswesen" aus. Aufgrun der Größe des Unternehmens hatten wir bis dato das Glück, dass wir unseren Auszubildenden eine absolut breitgefächerte Ausbildung anbieten konnten und sie fast quartalsmäßig in den verschiedensten Abteilungen eingesetzt werden konnten.

    Nun haben wir einen neuen Chef bekommen, der nun vorgibt, dass die Auszubildenden ihre gesamte Ausbildungszeit in einer Stelle im Ausbildungsbetrieb eingesetzt werden sollen. Evtl. im letzten Jahr soll es dann auch kurzfristig (so wie die anderen Abteilungen Zeit haben) in andere Abteilungen gehen.

    Bis dato war ich eigentlich immer sehr stolz darauf, dass wir unseren Auszubildenden eine vielfältige Ausbildung anbieten konnten. Vielleicht war auch das mit ausschlaggebend, dass unsere Auszubildenden immer hervorragend in den Abschlussprüfungen abgeschnitten hatten.

    Wie gesagt, jetzt soll alles anders werden....

    Ich habe mit unserem neuen Vorgesetzten schon gesprochen und ihm mitgeteilt, dass ich von dieser Neuerung überhaupt nichts halte - das interessiert ihn allerdings nicht.

    Ich habe keine Ahnung wie wir die Ausbildungsinhalte vermitteln sollen, wenn diese u.U. nur auf der Theorie basieren.

    Unter diesen Umständen möchte ich auch nicht als Ausbilderin bei der IHK eingetragen sein, da ich für eine ordnugnsgemäße Ausbildung nicht garantieren kann - mit anderen Worten: Die Tätigkeit als Ausbilderin möchte ich ganz an den Nagel hängen.

    Oder habe ich andere Möglichkeiten? Was würdet Ihr machen?

    Schon jetzt vielen Dank für die Antworten

    #2
    Zitat von Solistin Beitrag anzeigen


    Ich habe mit unserem neuen Vorgesetzten schon gesprochen und ihm mitgeteilt, dass ich von dieser Neuerung überhaupt nichts halte - das interessiert ihn allerdings nicht.
    Hallo liebe Solistin,

    hast Du ihm das wirklich so gesagt?

    Versteh mich nicht falsch, Deine Argumente sind ja alle vollkommen richtig und es macht überhaupt keinen Sinn, dass die Azubis nur in einer Abteilung sein sollen. Ich kann Dir nur in allen Punkten zustimmen, frage mich aber auch, wieso der neue Chef das so haben möchte. Gibt es denn eine Begründung? Vielleicht kann man da ansetzen und ihm die Notwendigkeit einer breiten Ausbildung klarmachen. Also reden, reden, reden. Und wenn möglich, Verbündete suchen.

    Von einer Ausbildung, die nur auf Theorie basiert, halte ich auch nichts. Dafür seid Ihr ja ein großer Betrieb und das ist ja gerade der Sinn der betrieblichen Ausbildung. Wie sieht es mit dem Ausbildungsberater von der IHK aus, könntest Du da möglicherweise Unterstützung bekommen?

    Die Notlösung - gar nicht mehr ausbilden zu wollen - bleibt Dir ja immer noch. Das würde ich jetzt erst mal nicht androhen oder so, das würde die Fronten möglicherweise nur unnötig verhärten.

    Viel Erfolg und berichte mal wie es weitergeht,
    Ausbilder75

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      #3
      Hallo Solistin,

      ich stimme meinem Vorsprecher absolut zu.
      Wichtig ist nun die Art der Gesprächsführung.

      Welche Intentionen hat der neue Vorgesetzte? --> Wie weit kann man diese durch das alte Konzept darstellen?
      Möchte der Vorgesetzte einfach ein neues Konzept haben? --> WIe kann man die Synergie finden, so dass ein für beide Seiten tragfähiges Konzept entsteht?

      Und deine Argumente müssen fundiert sein. Zu Sagen, davon halt ich nichts führt zu Blockadehaltungen, dann eher: "Ich verstehe ihren Ansatz aber wir haben folgendes zu Beachten.... , .... an diesen Zahlen erkennen Sie,.... Die Auszubildenden sind sehr zu frieden .... Der Ausbildungsrahmenplan sieht jedoch vor.... Was halten Sie davon wenn wir ein neues Konzept gemeinsam entwickeln, dass die betrieblichen Interessen und die des Auszubildenden deckt? .... Aus einer Studie geht hervor ....

      Ohne diese fundierte Antwort kann der neue VOrgesetzte es auch als trotz niederlegen.

      Wie sieht es bei euch mit einem Betriebsrat aus? Will dieser sich nicht ebenfalls einschalten?

      Liebe Grüße

      A.R.

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        #4
        Hallo Solistin,

        leider geht nicht hervor wie viele Gespräche sie schon geführt haben, aber ich möchte mich auch meinen Vorrednern anschließen, versuchen sie fundierte Argumente zu suchen und damit gegenzuhalten, die Ausbildertätigkeit aufgeben ist dann schon sehr entgültig.

        Ein Chefwechsel ist glaub ich nie so einfach, ich hatte das vor ein paar Jahren. Der neue Chef hat auch sehr vieles in Frage gestellt, ich war am Anfang auch sehr auf Trotz gebürstet, so nach dem Motto, es funktioniert gut so, warum stellt er alles in Frage. Rückwirkend muss ich sagen das es gar nicht so schlecht war mal alles zu hinterfragen, letztendlich haben wir nicht viel geändert, ich hab nur Argumente gefunden warum wir was wie machen um es gegenüber meinem neuen Chef und auch anderen Kollegen zu rechtfertigen. Ein paar Dinge habe ich dann dadurch selbst gemerkt das man verändern/verbessern muss, das habe ich dann auch getan.
        (Ein Beispiel war bei mir eine Schulung die 3-4 Wochen dauert, mein Chef meinte rein vom Namen der Schulung das müsste in 3-4 Tagen geschult sein, nach einigem hin und her kamen wir drauf das der Inhalt der Schulung viel mehr umfasst als der Name sagt, wir haben den Namen geändert und somit die rechtfertigung für 3-4 Wochen Schulung bekommen :-))
        Versuch es also doch mal positiv zu sehen, deine Ausbildung zu hinterfragen und dir Argumente zu überlegen warum du's so und nicht anders machst und machen möchtest.

        Viel Erfolg, und wär toll wenn du uns auf dem laufenden hältst. :-)

        Gruß,
        Tine88.

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          #5
          Hallo Solistin,

          ich bedauere, dass ich erst jetzt auf dein Problem aufmerksam geworden bin.

          Ad eins: Die Änderung der betrieblichen Ausbildungsplans ist mitbestimmungspflichtig; d. h. dein Chef muss sich mit den Betriebs- / Personalrat ins Benehmen setzen.
          Zweitens wäre eine Anzeige bei der zuständigen Kammer, dass sich der Ausbildungsablauf erheblich geändert habe habe, sinnvoll.

          Drittens: Wie ist der heutige Stand?

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