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Arbeit nach der Schule / Azubi braucht 2 Stunden für 15 Minuten Wegstrecke

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    Arbeit nach der Schule / Azubi braucht 2 Stunden für 15 Minuten Wegstrecke

    Liebe Ausbilder-Gemeinde,

    ich habe eine rechte spezielle Frage. Unser Azubi hat an seinem Schultag 5 volle Unterrichtseinheiten und ist über 18 Jahre alt. Er sollte also nach der Arbeit in die Arbeit kommen und so ist es auch vereinbart. Jedoch benötigt er für die 15 Minuten Weg zwischen Berufsschule und Arbeitsstätte regelmäßig 2 oder mehr Stunden. Für ihn scheint es vollkommen normal zu sein, dass er nicht direkt kommt.

    Soweit mir bekannt, sind Schulische Pausen und die Wegstrecke anzurechnende Arbeitszeit und eine Stunde Mittagspause muss ich ihm ebenso noch gewähren (korrigiert mich bitte falls ich falsch liege), aber selbst wenn ich ihm die Stunde mittag noch anrechne, sollte er es innerhalb von 1,25 Stunden in die Firma schaffen.

    Ich möchte gerne mit ihm darüber reden, brauche aber im Vorfeld noch Informationen darüber, wie im Zweifel meine Rechtliche Position aussieht, falls kein Einsehen seinerseits vorhanden ist. Könnte ich ihn deswegen abmahnen und im Zweifel dann sogar kündigen? Es fehlt mir ja faktisch jedes mal Arbeitszeit, die er sonstwo verbringt.

    Vielen Dank für Eure Hilfe
    Sven

    #2
    Hallo Sven,

    mir ist nicht ganz klar, was mit "5 volle Unterrichtszeiten" gemeint ist. Sobald es nicht mehr als 5 Stunden Unterricht sind, geht das natürlich gar nicht mit seiner Bummelei. Was macht der Azubi denn die ganze Zeit? Gewährt werden muss die Berufsschulzeit, schulische Pausen und die Wegstrecke. Eine Stunde Mittagspause erscheint mir sehr viel. Da er über 18 ist, reicht ja auch eine halbe Stunde. Die Mittagspause zählt ja auch nicht als Arbeitszeit.

    Mich würde mal seine Begründung interessieren. Natürlich könnt Ihr ihn bei fehlender Einsicht abmahnen, würde es aber erst einmal mit ihm besprechen.

    Viele Grüße
    Ausbilder75

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      #3
      Hallo Sven,

      du solltest mit deinem Azubi darüber sprechen, dass er zeitnah nach der Berufschule im Betrieb sein soll. Und welcher Zeitraum (mit und ohne Mittagspause direkt nach der BS) akzeptable und realistisch sind. Halte das am besten in einem kleinen Gesprächsprotokoll fest.

      Grundsätzlich gilt dann eben Unterrichtsanfang bis Unterrichtsende + realistische Wegezeit (klar Ausnahmen gibt es immer mal ... Stau, Bahn verpasst, Lehrergespräche) ist die Arbeitszeit für die Berufschulzeit, die noch fehlende Arbeitszeit ist im Betrieb zu leisten.
      Bedeutet gegebenfalls wenn er noch 1,75 Stunden rumbummelt ist das alles seine Mittagspause und er muss eben länger bleiben um seine Arbeitszeit abzuleisten. Sollte es tatsächlich mal Gründe geben warum sein Weg von der Schule zum Betrieb länger war lässt sich das im Einzelfall regeln.

      Kommt das wieder gehäuft vor: schriftliche Ermahnung, dann erst Abmahen.

      Viele Grüße

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